Übergabe des Baugebiets „Supperten II“

Teilnehmende der Übergabe
Bildquelle: Stadt Ettenheim

Viele freudige Gesichter und beste Stimmung gab es bei der feierlichen Überga-be des Baugebiets „Supperten II“ im Westen der Barockstadt Ettenheim. Nach mehreren Jahren intensiver Planung, umfangreichen Voruntersuchungen und knapp einem Jahr Bauzeit sind die Erschließungsarbeiten nun abgeschlossen. Mit insgesamt 52 Bauplätzen für Ein- und Mehrfamilienhäuser bietet das neue Baugebiet Wohnraum für alle Generationen der Stadtgemeinschaft – von der jungen Familie bis zu den Seniorinnen und Senioren. Nach wie vor ist die Nach-frage nach Wohnraum groß und die Warteliste für Baugrundstücke lang. Bereits 2019 wurde das daran anschließende Baugebiet „Supperten I“ erfolgreich fertig-gestellt. 

„Heute ist ein besonderer Tag für unsere Stadt. Mit der Fertigstellung von Supper-ten II schaffen wir Platz für dringend benötigten Wohnraum für viele Menschen und legen den Grundstein für ein zeitgemäßes Wohngebiet“, freute sich Bürger-meister Bruno Metz bei der Übergabe. Das neue Wohngebiet werde künftig rund 350 Menschen ein Zuhause bieten und sei damit ein wichtiger Baustein der Et-tenheimer Stadtentwicklung. 

Auf einer Fläche von rund drei Hektar entstand mit „Supperten II“ ein attraktives Wohngebiet mit insgesamt etwa 159 Wohneinheiten. Das Gebiet umfasst insge-samt 8 Mehrfamilienhäuser, 7 Reihenhäuser, 10 Doppelhäuser plus 27 Einfami-lienhäuser. Die Mischung unterschiedlicher Wohnformen soll Menschen in ver-schiedenen Lebensphasen ein passendes Zuhause bieten.

Bei der Planung und Konzeption des Baugebiets wurde besonderen Wert auf ei-ne hohe Aufenthaltsqualität und die effiziente Nutzung vorhandener Flächen, kurze Wege und die Verkehrsberuhigung gelegt. 

Nach dem Prinzip „kurze Beine, kurze Wege“ ist das gesamte Fußwegenetz auf den Kindergarten St. Barbara ausgerichtet, verbindet aber auch die Stadthalle mit Vereins-, Kultur- und Sportaktivitäten der Kitas Pusteblume, einen Spielplatz so-wie das August-Ruf-Bildungszentrum mit dem neuen Wohngebiet. Durch eine Ringerschließung wird ein verkehrsarmes, gut angebundenes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität geschaffen. Der Marbach mit seinem begleitenden Geh- und Radweg sorgt außerdem für Naherholungseffekte. 

Im Zuge der Erschließung werden 11 Bäume im öffentlichen Bereich gepflanzt, berichtet Tiefbauamtsleiter Björn Zerr. Zusätzlich schreibt der Bebauungsplan einheimische Bäume für Privatgrundstücke vor - alleine dadurch wachsen min-destens weitere 67 Bäume neu im Gebiet. Außerhalb des Gebiets wurden zum Ausgleich 94 heimische Bäume gepflanzt.

Im Rahmen einer breiten Bürgerbeteiligung konnten sich die Bürgerinnen und Bürger mit Ideen und Vorschlägen bei verschiedenen Workshops in die Entwurf-splanung einbringen.

Der Weg bis zur Fertigstellung war anspruchsvoll. Nach dem Aufstellungsbe-schluss für den Bebauungsplan im Jahr 2020 folgten die Erarbeitung des städte-baulichen Entwurfs, umfangreiche Beteiligungsverfahren sowie mehrere rechtli-che Herausforderungen. Ein Widerspruch des NABU im Zusammenhang mit Streuobstbeständen sowie die bundesweit geänderte Rechtslage zum § 13b Baugesetzbuch aufgrund einer Normenkontrollklage des BUND Baden-Württemberg machten eine erneute Überarbeitung des Bebauungsplans erfor-derlich. Parallel dazu fanden zwischen März 2024 und Mai 2025 großflächige ar-chäologische Grabungen statt, bevor im August 2025 schließlich die Erschlie-ßungsarbeiten durch die Firma Vogel Bau beginnen konnten. Mit deren Ab-schluss im Juli dieses Jahres konnte das Projekt nun erfolgreich beendet wer-den. 

„Supperten II zeigt, wie komplex die Entwicklung neuer Wohngebiete inzwischen geworden ist“, betonte Bürgermeister Bruno Metz. „Umso größer ist heute die Freude, dass wir dieses Projekt gemeinsam zum Erfolg führen konnten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement und viel Ausdauer an der Umsetzung mitgewirkt haben.“ Besonders erfreulich: Die Erschließungsarbeiten konnten vor dem Zeitplan und im Kostenrahmen abgeschlossen werden. 

Die Entwicklungskosten belaufen sich auf rund 5,3 Millionen Euro. An der Um-setzung beteiligt waren zahlreiche Partner: Als Erschließungsträger begleitete die KommunalKonzept BW GmbH das Projekt. Die städtebauliche Planung erfolgte durch das Büro FSP Stadtplanung und für die technische Planung und Baulei-tung war das Ingenieurbüro Zink verantwortlich. Die Bauausführung übernahm die Firma Vogel-Bau aus Lahr. Begleitet wurde das Projekt außerdem durch das Umlegungsbüro Markstein, Burger & Seitz, die Archaeotask GmbH und das Lan-desamt für Denkmalpflege sowie weitere Fachbüros aus den Bereichen Umwelt- und Landschaftsplanung.

Parallel zur Erschließung hat die Vermarktung der Grundstücke begonnen. Die ersten Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser befinden sich bereits im Zu-teilungsverfahren. Die Ausschreibung der Grundstücke für Mehrfamilien- und Reihenhäuser steht unmittelbar bevor. Weitere Bauplätze sollen in einem zwei-ten Vermarktungsabschnitt folgen.

Mit „Supperten II“ setzt die Stadt Ettenheim ihre erfolgreiche Wohnraumentwick-lung konsequent fort und schafft ein modernes, nachhaltig erschlossenes Wohnquartier für kommende Generationen.