Die Stadt Ettenheim arbeitet aktiv daran, den Biotopverbund im Offenland weiterzuentwickeln und ökologisch wertvolle Flächen langfristig zu stärken. Gemeinsam mit dem Landschaftsplanungsbüro Inula wurden die Grundlagen für die Biotopverbundplanung erhoben und im Bürgersaal vorgestellt. Rund 40 Grundstücksbesitzende, Landwirte, Winzerinnen und Winzer sowie weitere Interessierte nahmen an der Informationsveranstaltung teil. Derzeit erfolgt die Bewertung potenzieller Flächen, die sich für freiwillige Naturschutzmaßnahmen eignen. Viele dieser Potenzialflächen wurden bereits vor Ort begangen, um Möglichkeiten zur ökologischen Aufwertung im Offenland oder an Waldrändern zu prüfen.
Beratung und Fördermöglichkeiten
Der Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis (LEV) unterstützt Grundstücksbesitzende und landwirtschaftliche Betriebe mit umfassender Beratung zu Naturschutz, Förderprogrammen und Flächenbewirtschaftung – kostenfrei und direkt vor Ort. Insbesondere bei unwirtschaftlichen oder schwer zu bewirtschaftenden Flächen können Förderprogramme eine sinnvolle Unterstützung sein. Beispiele hierfür sind:
rund 1.050 Euro pro Hektar und Jahr für eine fünfjährige Ackerbuntbrache
Förderungen für Pflege- und Gehölzmaßnahmen nach Stundenaufwand
Alle Maßnahmen sind freiwillig und tragen dazu bei, wertvolle Lebensräume zu sichern und gleichzeitig die Bewirtschaftung ertragsarmer Flächen zu erleichtern.
Ausblick
Das Landschaftsplanungsbüro Inula entwickelt konkrete Maßnahmen, darunter mögliche Blühbrachen, Altgrasbestände, Heckenpflegen oder die Aufwertung von Randstrukturen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Bewirtschaftende können sich direkt an das Bauamt der Stadt Ettenheim oder an den LEV Ortenaukreis wenden. Markus Schoor, Leiter des städtischen Bauamts, betont: „Wir freuen uns über Hinweise, Anregungen und direkte Rückmeldungen zu möglichen Potenzialflächen.“
Anbei die 2 Präsentationen, die bei der Öffentlichkeitsveranstaltung am 03.12.2025 gezeigt wurden: