Stromversorgung in der Verbandskläranlage des Abwasserzweckverbands Südliche Ortenau

Lufbild Kläranlage
Bildquelle: Stadt Ettenheim

Die Stromerzeugung aus der Abwasserreinigung schont die Umwelt, indem sie erneuerbare Energie aus Abfallstoffen gewinnt, Treibhausgasemissionen reduziert und den Verbrauch fossiler Energieträger verringert. Auch die Verbandskläranlage des Abwasserzweckverbands Südliche Ortenau (AZV) erzeugt rund die Hälfte ihres benötigten Stroms selbst.

Bei der Abwasserreinigung fällt Klärschlamm an. Während dessen Ausfaulung entsteht Klärgas, das auf der Verbandskläranlage in Kappel in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Stromerzeugung genutzt wird. Mit rund 824.584 kWh lag die vom BHKW erzeugte Strommenge im Jahr 2025 – wie bereits in den Vorjahren – auf einem hohen Niveau und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bei einem Gesamtstromverbrauch von 1,68 Millionen kWh wurden rund 49 Prozent des benötigten Stroms durch die Verstromung des Klärgases selbst erzeugt, berichtet Srikanth Alle, Technischer Geschäftsführer des Abwasserzweckverbands. Die im vergangenen Jahr erzeugte Eigenstrommenge ist der zweithöchste Wert der vergangenen Jahre. Das BHKW war, abgesehen von rund 14 Tagen für Wartungsarbeiten und die Beseitigung von Störungen, nahezu das gesamte Jahr in Betrieb.

Auch der Wert des selbst erzeugten Stroms ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Kläranlage Kappel wird auch zukünftig optimiert, um den Stromverbrauch zu reduzieren und die Klärgasproduktion zu steigern, so Srikanth Alle. Dies unterstreicht den wirtschaftlichen Nutzen der Eigenstromerzeugung neben ihrem positiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.