Schülerinnen und Schüler diskutieren mit Landtagsabgeordneten
Stadt Ettenheim organisiert Fahrt in den Landtag nach Stuttgart
Bildquelle: Lewis Drews, St. Landolin Schule
Im Rahmen der Jugendbeteiligung hat die Stadt Ettenheim vergangene Woche eine Fahrt in den Landtag von Baden-Württemberg nach Stuttgart organisiert. Eingeladen waren die Schülerinnen und Schüler, die im Frühjahr als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren am Erstwählerworkshop zur Landtagswahl teilgenommen hatten.
Die Nachfrage war groß: Insgesamt machten sich rund 50 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums und der St. Landolin Schule gemeinsam mit ihren Begleitpersonen auf den Weg in die Landeshauptstadt. Vor der Abfahrt wurden sie von Bürgermeister Bruno Metz verabschiedet, der ihnen spannende Eindrücke und interessante Begegnungen im Landtag wünschte.
Begleitet wurden die Jugendlichen von den Lehrkräften Martin Kollefrath, Anna Henschel und Kristoff Trapp sowie von Heike Schillinger, bei der Stadt für Jugendbeteiligung und politische Bildung verantwortlich, Jugendreferent Philip Gedemer und der Verwaltungsauszubildenden Smilla Wutzke von der Stadtverwaltung. Auch Udo Wenzl, der in Kooperation mit der Stadt und den Schulen immer wieder Jugendbeteiligungsworkshops moderiert, ließ es sich nicht nehmen die Schüler*innen zu begleiten. Gemeinsam mit der Ettenheimer Gruppe fuhren auch 20 Schüler*innen der GHSE aus Emmendingen mit nach Stuttgart.
Zu Beginn des Besuchs erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Arbeitsweise des Landtags. Bei einem Planspiel, in dem die Wahl des Landtagspräsidenten nachgestellt wurde, lernten sie anschaulich und kurzweilig die Aufgaben des Parlaments sowie die Rolle der Fraktionen kennen.
Anschließend stand eine Diskussionsrunde mit den Landtagsabgeordneten auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen und zum Alltag als Abgeordnete an MdL Volker Schebesta (CDU), MdL Michael Joukov (Grüne) und MdL Martin Rothweiler (AfD) zu stellen. Die beiden Abgeordneten des Wahlkreises Lahr, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Marion Gentges (CDU) und MdL Sandra Boser (Grüne) waren kurzfristig wegen Terminüberschneidung verhindert. Beim Gespräch mit den Abgeordneten ging es unter anderem um die Energiepolitik, die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg, den Umgang mit der Klimakrise sowie die persönliche Motivation für ein politisches Engagement. Auch Fragen mit persönlichem Charakter sorgten für einen lebendigen Austausch – etwa welche drei politischen Veränderungen die Abgeordneten als Erstes umsetzen würden, wenn sie freie Hand hätten, oder wie wichtig ihnen ein respektvoller Umgang zwischen den politischen Fraktionen ist. Dabei wurden unterschiedliche politische Positionen deutlich. Gleichzeitig zeigte die Diskussion, wie kontroverse Themen im parlamentarischen Rahmen diskutiert werden und welche Bedeutung der demokratische Austausch für die politische Arbeit hat.
Nach der Mittagspause besuchten die Schülerinnen und Schüler das Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Bei einer Führung erhielten sie Einblicke in die Landesgeschichte und die Entwicklung Baden-Württembergs, bevor sie am Abend mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise nach Ettenheim antraten. Die Kosten für die Busfahrt wurden dankenswerter Weise vom Land Baden-Württemberg übernommen, während die Schüler*innen eine kleinen Eigenbeitrag trugen.
Mit der Exkursion bot die Stadt Ettenheim den Jugendlichen die Möglichkeit, Landespolitik unmittelbar zu erleben, politische Prozesse besser zu verstehen und mit den Abgeordneten direkt ins Gespräch zu kommen. Die Fahrt knüpfte an den Erstwählerworkshop im Frühjahr an und leistete damit einen weiteren Beitrag zur politischen Bildung und Jugendbeteiligung in Ettenheim.