Beim Skate-Contest auf der Skateranlage zeigte sich am Samstag einmal mehr, was Jugendkultur auf Rollen bedeuten kann: Gemeinschaft, Motivation und jede Menge Leidenschaft. Bei schweißtreibenden Temperaturen gaben rund 25 Skater alles, um ihre besten Tricks auf den Betonrampen und Rails zu präsentieren, begleitet von fetten Beats, Applaus und jeder Menge guter Stimmung.
Dass die Anlage heute überhaupt in neuem Glanz erstrahlt, ist unter anderem Yannik Vogt und Kian Graefe zu verdanken. Die jungen Skater hatten sie sich für die Sanierung und den Umbau der Anlage starkgemacht. Es wurden eigene Ideen zur Neugestaltung entwickelt. Zusammen mit der Stadt arbeitete man an einer Lösung, die attraktiv, hochwertig und gleichzeitig bezahlbar war. „Wir sind der Stadt dafür super dankbar“, sagte Vogt, der beim Contest auch als Moderator durch den Tag führte. Bereits im vergangenen Jahr war die modernisierte Anlage mit einem ersten Contest eingeweiht worden. Nun ging das Event in die zweite Runde, organisiert vom Jugendtreff und unterstützt von vielen Helfern und Sponsoren. Für das leibliche Wohl sorgte die Montessori-Schule mit kühlen Getränken und Hot Dogs. Außerdem konnten Besucher Skate-Equipment ausprobieren. Boards standen kostenlos zur Verfügung, sodass sogar Zuschauer spontan ihre ersten Fahrversuche wagen konnten. Besonders schön: Schon die Kleinsten standen zum ersten Mal auf einem Skateboard.
Schattenplätze waren bei den heißen Temperaturen rar und heiß begehrt. Manche Besucher hatten vorsorglich Klappstühle mitgebracht, um entspannt den Skatern zuzuschauen. Und die Zuschauer sparten nicht mit Applaus, wenn ein Trick gelang oder jemand mutig einen neuen Move ausprobierte. Denn der Contest war eigentlich gar kein Wettkampf im klassischen Sinn. „Es geht nicht um vordere Plätze und Bewertung, sondern um Motivation und Zusammenhalt“, erklärte Kian Graefe. In der „Skater-Familie“ freue sich jeder mit, wenn jemand einen neuen Trick lernt und ihn erfolgreich auf der Anlage zeigt. Passend dazu lautete das Motto des Tages: „Let it roll.“
Nach einer einstündigen Warm-up-Phase startete zunächst die Jam-Session der Kinder. Eine Stunde lang gehörte die Anlage ganz ihnen, bevor Jugendliche und Erwachsene die Rampen übernahmen. Dabei gab es nicht nur spektakuläre Tricks, sondern auch jede Menge „Stuff“ und Goodies. „Jeder bekommt was“, versprach Vogt und verteilte kleine Geschenke und weitere Überraschungen. Rap, Reggae und Hip-Hop sorgten währenddessen für die passende musikalische Atmosphäre. „Das ist ein toller Tag, der zeigt, was Jugendkultur zu bieten hat“, sagte Philipp Gedemer der Leiter des Jugendtreffs am Ende des Tages zufrieden.