Herzliches Willkommen für neue Bürgerinnen und Bürger in Ettenheim

Marktstände unter den Obstbäumen beim Neubürgerempfang
Bildquelle: Sandra Decoux

Rund 70 Neubürgerinnen und Neubürger folgten am vergangenen Montag der Einladung der Stadt Ettenheim zum Neubürgerempfang. Seit 2013 lädt die Stadt regelmäßig zu diesem Come-Together ein. Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich die Gäste im wunderschönen und in voller Blüte stehenden Prinzengarten ein und erlebten einen unterhaltsamen Sommerabend mit vielen Gesprächen und neuen Kontakten. Eingeladen waren auch „Ehemalige“, die nach dem Studium oder aus beruflichen Gründen zeitweise weggezogen waren und nun wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt sind.

Den Auftakt bildete eine Stadtführung mit den beiden Stadtführern Karin Jess und Matthias Küchle. Sie vermittelten den Teilnehmenden interessante Einblicke in die Geschichte und Besonderheiten Ettenheims und machten die neue Heimat auf anschauliche Weise erlebbar. Zwischendurch gab es eine Trinkpause an den Trinkbrunnen in der Innenstadt oder eine Abkühlung in der Barockkirche St. Bartholomäus.

Bürgermeister Bruno Metz hieß die Neubürgerinnen und Neubürger anschließend im schattigen Obstgarten der barocken Gartenanlage willkommen. Mit kühlen Getränken, Eis und Gebäck wurden die Gäste vom Freundeskreis Prinzengarten bewirtet.

In seiner Begrüßung ging Bürgermeister Metz auf die positive Entwicklung der Stadt in den vergangenen Jahren ein. Seit 1995 ist die Einwohnerzahl Ettenheims von 11.041 auf 13.670 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen. Das entspricht einem Bevölkerungswachstum von rund 24 Prozent. Menschen aus 83 Nationen leben heute in Ettenheim. Ettenheim biete eine hohe Lebensqualität, ein vielfältiges kulturelles Angebot, ein aktives Vereinsleben und ein breites Bildungsangebot. Besonders Familien schätzten die gute Infrastruktur mit Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Auch wirtschaftlich habe sich die Stadt hervorragend entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stieg von 1.895 im Jahr 1995 auf 3.309 im Jahr 2023 – ein Zuwachs von rund 75 Prozent. Ettenheim sei damit nicht nur ein attraktiver Wohnort, sondern auch ein beliebter Arbeits- und Wirtschaftsstandort in der Region. Zudem erfreue sich die Stadt wachsender Beliebtheit bei Feriengästen. Mit 149.935 Übernachtungen wurde im Jahr 2025 ein neuer Höchststand erreicht.

Gleichzeitig machte Metz deutlich, dass eine Stadt nicht allein von Gebäuden, Infrastruktur oder wirtschaftlichen Kennzahlen lebe. Entscheidend seien die Menschen, die hier wohnen, arbeiten und sich engagieren. Wie schnell man sich an einem neuen Wohnort zuhause fühle, hänge wesentlich von Begegnungen, Kontakten und dem Gefühl ab, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Deshalb ermutigte er die Neubürgerinnen und Neubürger ausdrücklich, sich in das Leben der Stadt einzubringen. Ob in Sportvereinen, Musik- und Kulturvereinen, sozialen Einrichtungen, kirchlichen Gruppen, ehrenamtlichen Initiativen oder bei der Feuerwehr – Ettenheim biete zahlreiche Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten.

Im Austausch mit den Gästen wurde deutlich, weshalb sich viele Menschen bewusst für Ettenheim als Wohn- und Lebensort entschieden haben. Genannt wurden insbesondere die gute Infrastruktur für Familien, die zahlreichen Bildungsangebote mit Kindertageseinrichtungen und Schulen, die Nähe zu Kindern und Angehörigen in der Region sowie die gute medizinische Versorgung. Besonders bewegend war die Rückmeldung einer aus der Ukraine stammenden Familie, die sich ausdrücklich dafür bedankte, in Ettenheim Sicherheit und Geborgenheit gefunden zu haben.
Die entspannte Atmosphäre im Prinzengarten bot beste Voraussetzungen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Viele Neubürgerinnen und Neubürger nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich über das Leben in ihrer neuen Heimat zu informieren.
Großes Interesse fanden auch die Informationsstände der örtlichen Vereine und Initiativen. Sie präsentierten die vielfältigen Möglichkeiten, sich in Ettenheim einzubringen und Teil der Gemeinschaft zu werden. Für die jüngsten Gäste sorgten die SG TG Altdorf und die DJK Heimschule Ettenheim mit Geschicklichkeitsspielen und Ballwurfaktionen für viel Spaß. Ein besonderer Anziehungspunkt war zudem das mitgebrachte Kanu des Kanu-Clubs Ettenheim, das vor allem bei den Kindern neugierige Blicke auf sich zog. Auch die Stadtkapelle Ettenheim, der Tennisclub Ettenheim, die Volkshochschule, das Café Polyglott, die Tauschbörse Kieselwerk sowie die Aktiven des Freundeskreis Prinzengarten standen den Gästen für Gespräche und Informationen zur Verfügung. Der Neubürgerempfang zeigte einmal mehr, was Ettenheim auszeichnet: eine offene und lebendige Gemeinschaft, in der Begegnungen entstehen und Menschen schnell Anschluss finden können.

Bürgermeister Bruno Metz dankte beiden Stadtführern Karin Jess und Matthias Küchle, den teilnehmenden Vereinen und Initiativen, dem Freundeskreis Prinzengarten mit seinem Vorsitzenden Anno Sieberts für die Bewirtung und die Bereitstellung des stimmungsvollen Veranstaltungsortes sowie Heike Schillinger für die Organisation des Neubürgerempfangs.