Künstler gaben Einblick in ihr Atelier und in ihr Kunstschaffen
Bildquelle: Sandra Decoux - v. l. Hanna Hassler, Katharina Schafner, Ilse Mutschler, Gabi Melzer, Petra Guhe, Dagmar Fahrer, Andrea Krappitz, Marion Bekker, Chodja Sediq, Bürgermeister Bruno Metz
Wie vielfältig Kunstschaffen sein kann, das deutete schon der Kunst-Apéro am Samstagnachmittag im Bürgersaal an. Immer wieder bekam man, so erinnerte Bürgermeister Bruno Metz bei seiner Eröffnung, in der Vergangenheit bei Einzelausstellungen Einblicke in das Schaffen Ettenheimer Künstlerinnen und Künstler. „Wir wussten schon immer um die Vielfalt des Kunstschaffens in Ettenheim, nun ergibt sich für uns in Ettenheim die Möglichkeit, bei der erstmaligen Aktion „Offene Ateliers“ in Kontakt zu treten mit den Kunstschaffenden und ihren Werken.
Selbstverständlich waren alle acht Mitwirkenden beim Eröffnungs-Apéro im stark frequentierten Bürgersaal anwesend. Mit einer Einschränkung. „Einer fehlt“, so Marion Bekker als eine der Initiatoren dieses Wochenendes. Gemeint war Kurt Bildstein, der Ettenheims Kunstlandschaft geprägt hat wie kein Zweiter – im eigenen Werk wie in seiner Funktion als Mentor für ganz viele Kunstschaffende. Die Hälfte des Bürgersaals wurde für diesen Tag mit Leihgaben seiner Kunstwerke zur Hommage des 2025 verstorbenen Hans-Thoma-Preisträgers, der in diesem Jahr 98 Jahre alt geworden wäre.
Auch Bürgermeister Metz stimmte in die posthume Würdigung von Kurt Bildstein ein, der wie kein Zweiter eine Vielzahl von Stadtmotiven aller Zeiten in den verschiedensten Techniken geschaffen und hinterlassen hat. Der Dank des Bürgermeisters galt den beiden Initiatorinnen dieser Ateliertage Marion Beeker und Andrea Krappitz, allen mitwirkenden Kunstschaffenden, den Sponsoren sowie dem jungen musikalischen Trio Judith Fink (Gitarre und Gesang), Paul Broßmer (E-Bass) und Leo Krappitz (Cello), das die Apéro eindrucksvoll musikalisch umrahmte.
Marion Bekker hielt die Laudatio auf Kurt Bildstein, mit dem sie eine intensive kunstbezogene Freundschaft verband. In der Würdigung seines vielfältigen, bis zuletzt neuentdeckenden Kunstschaffens, und den Zügen seiner Persönlichkeit erkannten ihn die Zuhörerinnen und Zuhörer wieder. Als unermüdlichen Entdecker, mit Experimentierfreude bis ins hohe Alter, mit Techniken, die oftmals keinen klaren Kategorien zugeordnet werden konnten, mit seiner Direktheit und Offenheit im Dialog, mit der Klarheit, seine Meinung zu sagen – und mit seinem Bekenntnis: „Kunst und Genuss gehören zusammen“. Ja, Bildstein war Künstler und Genießer.
Andrea Krappitz als Mitinitiatorin dankte allen, die diese Ausstellung und das Wochenende der offenen Ateliers ermöglicht haben. Die mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler stellte sie persönlich vor. In der Stadtverwaltung hätten sie mit ihrer Idee von Anfang der Planung an bis zur Umsetzung immer offene Ohren und helfende Hände gefunden. Namentlich dankte sie Bürgermeister Metz, Heike Schillinger und Aline Köbele.
Mit einem erfrischenden Getränk in der Hand nutzten die Besucher anschließend die Besichtigung der ausgestellten Werke gleichsam als Amuse gueule für den Rundgang durch die Ateliers.
Mitwirkende Künstler:
Marion Bekker (Malerei und Grafik), Dagmar Fahrer (Malerei, Fotografie, Objekte), Petra Guhe/Kleksart (Acrylmalerei, Skulpturen), Andrea Krappitz (Malerei), Kunstwerkstatt mit Hannah Hassler (Malerei) und Katharina Schafner (Grafik, Collage), Gabriele Melzer (Malerei, Objekte, Fotografie), Ilse Mutschler (Acryl, Öl, Collagen) und Chodja Sediq (Bildhauerei).
Text: Klaus Schade - Bilder der Bildergalerie: Marileide Fonseca-Hagemann