Windenergie in der Region Südlicher Oberrhein: Stadt Ettenheim nimmt Stellung zur Teilfortschreibung
Für Baden-Württemberg wurde ein Flächenziel von 1,8 Prozent zur Windkraftnutzung definiert. Die Umsetzung dieser Vorgabe erfolgt im Land über die Regionalverbände. Für die Region Südlicher Oberrhein entspricht dieses Ziel einer Fläche von rund 7.300 Hektar. Derzeit sind in der Region etwa 900 Hektar als Vorranggebiete für Windenergie ausgewiesen. Mit der geplanten Teilfortschreibung Windenergie sollen zusätzliche Flächen für regionalbedeutsame Windkraftanlagen festgelegt sowie bestehende textliche Festsetzungen zur Windenergienutzung überarbeitet werden.
Die Stadt Ettenheim versteht sich seit vielen Jahren als engagierter Partner der Windenergie und bekennt sich klar zur Förderung erneuerbarer Energien. Insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft und mehreren Unternehmen wie der Ökostrom Freiburg hat Ettenheim früh eine Vorreiterrolle übernommen. Die bisherigen Entwicklungen wurden dabei stets mit großer Sensibilität umgesetzt, sodass die Belastungen für die Bevölkerung sowie für benachbarte Kommunen möglichst gering gehalten werden konnten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Planungen sieht die Stadt jedoch die Notwendigkeit, die weitere Entwicklung differenziert zu betrachten. Die neue Gebietskulisse ist insbesondere in den Ortsteilen Wallburg, Münchweier und Ettenheimmünster sehr sensibel anzugehen.
Die vorgesehenen Flächenausweisungen des Regionalverbandes würden dazu führen, dass die Ortsteile Münchweier und Ettenheimmünster künftig auf drei Seiten von Windkraftanlagen umgeben wären. Aus Sicht der Stadt besteht hier die Gefahr einer Überlastung der betroffenen Gebiete. Der Gemeinderat spricht sich daher dafür aus, die entsprechend gekennzeichneten Flächen aus der Planung zu streichen. Diese Einschätzung wird auch von den Ortschaftsräten in Ettenheimmünster und Münchweier geteilt.