Staatssekretärin Sandra Boser zu Besuch in Ettenheim
Bildquelle: Sandra Decoux
An der Grundschule Altdorf besteht im Hinblick auf die künftige Ganztagsschule (in Wahlform) dringender Handlungsbedarf. Das verdeutlichten Bürgermeister Metz und Schulleiterin Monika Winterhalder vor Ort der Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Sandra Boser bei ihrem Besuch in Ettenheim. Vor dem Vor-Ort-Termin in der Schule hatten sich Boser, Metz, die Amtsleiter und Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen mit Boser nicht-öffentlich in verschiedenen, ihr Ministerium betreffenden Themenbereichen ausgetauscht.
Am Vor-Ort-Termin in der Altdorfer Schule nahmen zudem Silke Höfling als stellvertretende Schulleiterin und Ortsvorsteherin Manuela Steigert teil. Mehrere Faktoren haben den seit längerem als notwendig erachteten Beginn der baulichen Erweiterung verzögert. Kämmerer Alexander Ruchti beklagte, dass die Stadt seit langem auf den Zuschuss-Bescheid für die Maßnahme warte. Bürgermeister Metz räumte ein, dass er sich lange gegen die Übergangslösung von Containern gesträubt habe, inzwischen aber habe erkennen müssen, dass eine solche Lösung – sie ist für zwei Jahre angedacht – unumgänglich ist. Erst unlängst hat der Gemeinderat der Miete von Containern zugestimmt. Kalkulierte Kosten: 165.000 Euro für zwei Jahre.
Zwischenzeitlich seien die Baukosten von der anfänglichen Planung bis zum jetzigen Zeitpunkt von 1,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro davongaloppiert, so Bauamtsleiter Markus Schoor. Die baulichen Möglichkeiten wiederum seien abhängig von den gewährten Zuschüssen. 70 Prozent gewährt das Land für Baumaßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Einrichtung einer Ganztagsschule, 15 bis 30 Prozent für Maßnahmen im Schulbauprogramm. Von rund zweitausend Grundschulen im Land würden rund tausend zu Ganztagsschulen ausgebaut, so die Staatssekretärin und Grüne-Abgeordnete des hiesigen Wahlkreises.
Markus Schoor erklärte die in Altdorf vorgesehenen Maßnahmen. Man nutze die Kubatur des bestehenden Innenhofs für eine Mensa und erforderlicher zusätzlicher Räume - geforderter Spielraum, Ruheraum mit Bibliothek und Werkraum, wie Monika Winterhalder erläuterte. Ob der Bau im Innenhof letztlich ein oder zwei Obergeschosse haben werde, stehe im Augenblick noch nicht fest, so Schoor. Die zeitliche Zielsetzung der Baumaßnahme sieht laut Schoor einen Beginn zum neuen Kalenderjahr und eine Fertigstellung zum Schuljahresende 2026/27 vor.
Schulleiterin Winterhalder unterstrich den Handlungsbedarf mit Zahlen. Mit den neuen Schulanfängern steige die Schülerzahl auf 133 Schüler – die Grundschule Altdorf besuchen auch die Grundschüler aus Ettenheimweiler. 51 Schüler nehmen augenblicklich am Ganztagsbetrieb teil, im neuen Schuljahr steige diese Zahl auf 69 – was unter anderem auch neue Erfordernisse im Mensa-Betrieb (bisher essen die Schüler in zwei Schichten) mit sich bringe. Hinzu kommt nach wie vor die Grundschulförderklasse, künftig als Juniorklasse bezeichnet.
Ein weiteres Anliegen trug die Schulleiterin der Staatssekretärin vor. Zum Ende des Schuljahres, so Winterhalder, werde sie in den Ruhestand eintreten. Ihre Nachfolge sei zwar bestellt, aber nach wie vor nicht amtlich bestätigt. So lange könne die anstehende Übergabe nicht erfolgen, könnten notwendige Informationen nicht ausgetauscht, Absprachen und Zielsetzungen nicht abgesprochen, Öffentlichkeit nicht hergestellt werden. Winterhalders dringender Wunsch an Boser, alles dafür zu tun, dass dieser unbefriedigende Zustand schnellstmöglich behoben wird.