Grundschule Altdorf wird für den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erweitert
Mehr Raum für Betreuung, gemeinsames Essen und Lernen
Bildquelle: Stadt Ettenheim - Altdorfs Ortsvorsteherin Manuela Steigert (2.v.l.) und Schulleiterin Kim Funke (3.v.r.) freuen sich auf die Erweiterung und dankten Bürgermeister Bruno Metz (4.v.l.) für die Unterstützung.
Die Grundschule Altdorf wird aufgrund des gestiegenen Platzbedarfs für die Ganztagsbetreuung umgebaut und erweitert. Ende Juli wurde mit der Baumaßnahme begonnen. Gemeinsam stellten Bürgermeister Bruno Metz, Altdorfs Ortsvorsteherin Manuela Steigert, Projektleiter Steffen Mösch vom städtischen Bauamt und Sarah Kopp, bei der Stadt für Kindergarten und Schulthemen zuständig, das Vorhaben nun vor.
„Für uns als Stadt ist es wichtig, Kindern gute Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten direkt vor Ort zu bieten. Bildung ist ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Kinder und unserer Stadt. Mit der Erweiterung schaffen wir in Altdorf die räumlichen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Ganztagsbetrieb und reagieren zugleich auf den wachsenden Bedarf der Familien“, betont Bürgermeister Bruno Metz
Hintergrund der Grundschulerweiterung ist insbesondere die Einführung des Rechts-anspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Der Anspruch für Kinder der ersten Klasse besteht ab dem Jahr 2026 und wird jahrgangsweise ausgeweitet, wie Hauptamtsleiterin Julia Zehnle beim Termin berichtet. Bei der im Jahr 2020 abgeschlossenen Sanierung der Grundschule Altdorf waren die konkreten Auswirkungen dieses neuen Rechtsanspruchs noch nicht absehbar.
Ganztagsangebot wird bereits stark nachgefragt
An der Grundschule Altdorf besteht bereits seit dem Schuljahr 2024/2025 ein Ganztagsbetrieb in Wahlform. Schon im ersten Jahr nahmen 51 Schülerinnen und Schüler das Angebot wahr. Damals besuchten insgesamt 113 Kinder die Grundschule; zusätzlich gab es 13 Kinder in der Grundschulförderklasse. Im Schuljahr 2025/2026 stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf insgesamt 132 Kinder, von denen 69 am Ganztagsangebot teilnahmen. Weitere 15 Kinder besuchten die Grundschulförderklasse. Diese wird ab dem kommenden Schuljahr als Juniorklasse geführt und damit als reguläre Klasse der Grundschule gezählt.
Um den zusätzlichen Raumbedarf kurzfristig abzudecken, wurden im Sommer 2025 neben dem Schulgebäude Container aufgestellt. Darin entstanden drei zusätzliche Räume – zwei Betreuungszimmer sowie ein Leseraum. Die Container stellen eine Übergangslösung dar und sollen nach Fertigstellung der Erweiterung wieder entfernt werden. Dadurch kann auch der derzeit beanspruchte Parkplatzbereich wieder vergrößert werden.
Neubau integriert sich in das bestehende Schulgebäude
Kern der Maßnahme ist ein rund 280 Quadratmeter großer Neubau im Innenhof des bestehenden Schulgebäudes. Die neuen Räume verteilen sich über mehrere Ebenen und schaffen zusätzliche Kapazitäten für Betreuung, Ruhe und gemeinsames Essen. Im Erdgeschoss wird das bisherige Atrium zu einer Mensa mit bis zu 90 Essensplätzen umgebaut. Ergänzt wird der Speisebereich durch eine neue Mensaküche mit integrierter Spülküche. Die Räume der Mensa werden so gestaltet, dass sie zusätzlich auch als Schulküche genutzt werden können, in welcher die Kinder im Unterricht oder der Betreuung selbst kochen können. Das Foyer erhält eine Fußbodenheizung sowie einen neuen Bodenbelag. Außerdem entsteht im Bereich des ehemaligen Kiosks ein barrierefreies WC. Ein neuer Aufzug sorgt für eine barrierearme Erschließung und führt bis auf die zweite Ebene.
Im ersten Obergeschoss entstehen ein großes Betreuungszimmer sowie ein Lese- und Ruheraum für den Ganztagsbetrieb. Zusätzlich wird hier ein Ausgang des Aufzugs auf Höhe des Lehrerzimmers geschaffen. Das zweite Obergeschoss bietet künftig zwei weitere große Betreuungszimmer für den Ganztagsbetrieb. Damit stehen der Grundschule nach Abschluss der Baumaßnahme deutlich verbesserte räumliche Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Ganztagsbetrieb zur Verfügung.
Mit der Erweiterung reagiert die Stadt nicht nur auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch, sondern auch auf die bereits heute deutlich erkennbare Nachfrage nach Ganztagsplätzen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Altdorf künftig ausreichend Raum für Betreuung, gemeinsames Mittagessen, Lernen, Lesen und Erholung zu bieten.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,01 Millionen Euro. Für die Maßnahme erhält die Stadt eine Landesförderung für den Ganztag in Höhe von 1.176.840 Euro. Darüber hinaus wurde eine Schulbauförderung beantragt; hierfür wird derzeit mit einem Zuschuss von rund 310.000 Euro gerechnet.
Die Fertigstellung der Erweiterung ist für die Sommerferien 2027 vorgesehen.