Neujahrsempfang der Stadt Ettenheim: Das Miteinander im Fokus
Bildquelle: Stadt Ettenheim
Traditionell am Dreikönigstag lud die Stadt Ettenheim zum Neujahrsempfang in die Stadthalle ein. Bürgermeister Bruno Metz begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Verwaltung, Kirchen, Vereinen und Ehrenamt. Der Neujahrsempfang bildet seit vielen Jahren den kommunalpolitischen Auftakt ins neue Jahr und ist zugleich ein wichtiger Ort der Begegnung und des Austauschs. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von der Stadtkapelle Ettenheim. Ein besonderer Dank galt Dirigent Jürgen Burmeister, der nach 25 erfolgreichen Jahren seine Tätigkeit in Ettenheim beendet und künftig eine Kapelle in Freiburg übernimmt. Die emotionale Verabschiedung beim Jahreskonzert vor Weihnachten habe eindrucksvoll gezeigt, wie sehr er bei Musikerinnen und Musikern wie auch beim Publikum geschätzt wird.
In seiner Neujahrsansprache spannte Bürgermeister Metz einen weiten Bogen von der positiven Entwicklung Ettenheims über aktuelle kommunalpolitische Projekte bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Trotz finanziell anspruchsvoller Rahmenbedingungen sei die Stadt auf einem guten Weg. Investitionen in Kinderbetreuung, Schulen, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, erneuerbare Energien, Wohnungsbau, Sportstätten und die Innenstadtentwicklung stärkten nachhaltig die Lebensqualität und die Zukunftsperspektiven Ettenheims.
Darüber hinaus nahm Metz auch die allgemeine Stimmungslage im Land in den Blick. Viele Menschen seien verunsichert, überfordert und blickten mit Sorge auf Themen wie Krieg in Europa, Klimawandel, wirtschaftliche Transformation und politische Entwicklungen weltweit. Unzufriedenheit und Angst, so Metz, lähmten jedoch Gesellschaft und Leistungsbereitschaft. Zugleich warnte er vor einer zunehmenden Distanz zur Politik und einem pauschalen Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen. Demokratie lebe vom Mitmachen, vom Kompromiss und vom Engagement – auch und gerade auf kommunaler Ebene.
Ausdrücklich würdigte der Bürgermeister das große ehrenamtliche Engagement in Ettenheim – in Vereinen, sozialen Einrichtungen, der Feuerwehr, der Nachbarschaftshilfe, in Pflege, Medizin, Handwerk, Verwaltung und im privaten Umfeld. Viele dieser Leistungen geschähen abseits der Öffentlichkeit, seien aber unverzichtbar für den Lebenswert der Stadt.
Auch die internationale Solidarität fand Erwähnung: Metz berichtete von der engen Partnerschaft mit der ukrainischen Solidaritätspartnerstadt Vilkhovetska sowie von gemeinsamen Hilfsprojekten mit der französischen Partnerstadt Benfeld, unter anderem in Togo. Diese Begegnungen zeigten eindrucksvoll, wie viel Dankbarkeit und Hoffnung durch konkrete Hilfe entstehen könne. Zum Abschluss dankte Bürgermeister Metz der Nachbarschaftshilfe Ettenheim, dem Ettenheimer Altenwerk sowie nochmals Dirigent Jürgen Burmeister für ihr Engagement. Mit guten Gesprächen klang der Neujahrsempfang in angenehmer Atmosphäre aus.
Die Neujahrsansprache von Bürgermeister Bruno Metz steht hier zum Nachlesen bereit: