Ettenheimweiler

... ist eine alte, um 1320 als "Wiler" belegte Ausbausiedlung von Ettenheim, etwa 3 km südöstlich gelegen und seit eh und je politisch und kirchlich zur Stadt gehörig.

Ein Vogt oder "Stabhalter" (heute noch Namen des Stadtrats von Ettenheimweiler) vertrat der Stadt gegenüber die Interessen der kleinen Gemeinde. Die heutige, 1826 erbaute Kirche, löste eine alte Kapelle ab mit einer wundertätigen spätgotischen Madonna "zur Weyden" (erhalten), für die 1503 eine Stiftung gemacht wurde. 

Für die neue Kirche erhielten die Weilermer aus der Abbruchmasse der Orangerie im Garten des Klosters Ettenheimmünster das prächtige Portal (1772 von Egidi Butsch gearbeitet)

Über dem Bogen eine Landelinsbüste und die Rosensträucher auf dem Felsen, das Wappenbild von Abt Dornblüeth (1740-74). Vor der Kirche ein barockes Kreuz von 1748. Im 16./17. Jahrhundert blühte im Gewann"Heilbad" eines der zahlreichen Bauernbäder der Zeit. Am "Schiewebuck" wird am "Fasentkuechlisundig" (Sonntag nach Fastnacht), seit einigen Jahren vorverlegt auf den Samstag, der Brauch des Scheibenschlagens geübt.

Geschichtlicher Überblick

1320 Um 1320 ist Ettenheimweiler als "Wiler" belegte Ausbausiedlung von Ettenheim, etwa 3 km südöstlich gelegen und seit eh und je politisch und kirchlich zur Stadt gehörig.
Ein Vogt oder "Stabhalter" (heute noch Namen des Stadtrats von Ettenheimweiler) vertritt der Stadt gegenüber die Interessen der kleinen Gemeinde. 
Im 16./17.Jahrhundert blühte im Gewann "Heilbad" eines der zahlreichen Bauernbäder der Zeit.
1826 Bau der Kirche, welche eine alte Kapelle ablöste.
Das Portal stammt von der Benediktinerabtei Ettenheimmünster (1748).