Stadtbücherei

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Premierenlesung "Die Rose des Herzogs" von Marita Spang
Donnerstag, 15. November, 19:00 Uhr im Bürgersaal, Rathaus Ettenheim

Bekanntlich hat die Barockstadt Ettenheim eine bewegte Geschichte und war zur Zeit der französischen Revolution Schauplatz welthistorischer Ereignisse. Hauptfigur des vierten historischen Romans von Marita Spang ist Charlotte de Rohan, eine kaum bekannte Frau zur Zeit der Französischen Revolution und ihre Liebe zum Duc d’Enghien. Die Autorin entdeckte die Kerngeschichte, als sie ihr damaliger Hauptberuf als Unternehmensberaterin vor einigen Jahren nach Ettenheim führte. Ein großer Teil des Romans "Die Rose des Herzogs" spielt in Ettenheim.

Die Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Ettenheim, der Stadtbücherei Ettenheim, des Historischen Vereins, der VHS Außenstelle Ettenheim und der Buchhandlung Machleid.

 

"Vorlesestunde auf dem fliegenden Teppich"
für Kinder von 5 - 8 Jahre

15. November: Geschichte wird noch bekannt gegeben.

Vorschau: 29. November, 13. Dezember

 

Unser Buchtipp:

Anthony Doerr

„Memory Wall"

Inhalt: Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten. Was geschieht mit uns, wenn wir sie verlieren, und welche Möglichkeiten tun sich auf, wenn andere unsere Erinnerungen wiederbeleben können? Im Zentrum der Geschichte steht die 74-jährige Alma, die an Demenz leidet. Um wenigstens einige Erinnerungen zu bewahren, hört sie sich Kassetten mit ihren Erlebnissen an. Ärzte in Kappstadt speichern Erinnerungen für betuchte Leute auf Band. Eine der Kassetten aus Almas Erinnerungsbibliothek ist sehr kostbar. Auf dem Datenträger ist ein spektakulärer Fossilienfund ihres verstorbenen Mannes aufgezeichnet. Der Ganove Roger bricht zusammen mit Luvo in die Villa der alten Dame ein. Sie versuchen, Almas gespeicherte Erinnerungen anzuzapfen. Die Suche nach dem sagenhaften Fossil beginnt. (Verlagstext))

Eigene Meinung:

Ein schmales Bändchen mit einer utopischen und spannenden Handlungsidee, durch die sich die Novelle vordergründig erstmal leicht liest. Inhalt und Form sind jedoch auch verwirrend und herausfordernd. Ein großes Potenzial zum Nachdenken über das Vergessen und Erinnern und über Verlust und Wahrnehmung. Und dann ist da noch das erschreckende Bewusstsein, dass, wenn die Wissenschaft etwas Neues erfindet, kriminelle Machenschaften oft nicht weit sind. Eine mit vielen Dankanstößen traurige und schöne Geschichte.

Entdeckt habe ich Anthony Doerr übrigens mit seinem Roman aus dem Jahr 2015 „Alles Licht, das wir nicht sehen“ Sehr lesenswert, auch wenn man meint, mit der Zeit um 1945 durch zu sein.

(Heike Labusga/ 07.11.2018)