Stadtbücherei

Haus der Vereine
Westliche Ringstr. 31
77955 Ettenheim
Leitung: Heike Labusga
Telefon: 07822 440126
Telefax: 07822 432-999
stadtbuecherei@ettenheim.de

 

*Sommer * Öffnungszeiten * 29.07. - 07.09.*

Dienstag: 15 - 18 Uhr                                                                                                                           Mittwoch: 10 - 12 Uhr und 15 - 18 Uhr                                                                                                      Freitag:    14 - 17 Uhr                                                                                                                              Samstag: 10 - 13 Uhr

 

"Vorlesestunde auf dem fliegenden Teppich"

für Kinder von 5 - 8 Jahre, 15 bis 16.30 Uhr

Sommerpause

Lesen Sie gerne vor? Wir suchen ein neues Vorlese-Team. Interessiert? Sprechen Sie uns einfach mal an. Wir freuen uns auf Sie?

 

Unser Buchtipp:

Alina Bronsky

„Der Zopf meiner Großmutter"

Inhalt:

Max’ Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart-herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie erst als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang.
Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Über einen Jungen, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie gehört haben.

(Verlagstext).- Kiepenheuer & Witsch 2019

Eigene Meinung:

Eine tyrannische Großmutter, groteske Charakteren, eine skurrile Geschichte, gute pointierter Schreibstil und schon entsteht ein locker, leichter Roman von Alina Bronsky. So bissig und doch so liebenswert. Zum Schmunzeln, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt, so treffend sind die Beobachtungen. Durch Alina Bronsky Darstellungen werden Figuren liebenswert, obwohl man sie eigentlich gar nicht mögen möchte. Für mich nicht ganz so herausragend wie ihr Bändchen „Baba Dunjas letzte große Liebe“, da nicht ganz so warmherzig, eben sehr bissig… und amüsant. Ein Roman auch über bindungslose Liebe und über Ruppigkeit, die dann aber auch eine weiche Seite zulässt. Absolut lesenswert.

(Heike Labusga/ 12.07.2019)