Mitgliederversammlung von „Unternehmen Ettenheim“ – Vorstandswahlen – Am 6. und 7. November Martinimarkt als Krämermarkt -

1. November 2021
Vom Vorstandsteam nach elf Jahren verabschiedet: Rechnerin Ursula Stolz

Einstimmig die Einführung einer Gutscheinkarte beschlossen

Mitgliederversammlung von „Unternehmen Ettenheim“ – Vorstandswahlen –  Am 6. und 7. November Martinimarkt als Krämermarkt -

 

Ettenheim (hpb). Aufbruch zu neuen Aktivitäten nach der langen Zeit der Pandemie bei „Unternehmen Ettenheim“. Vorstandswahlen, Rück- und Ausblick sowie Beauftragung des Vorstandes für Ettenheim zur Ablösung bisheriger Geschenkgutscheine eine digitale Gutscheinkarte einzuführen.

Die große Teilnahme an der Hauptversammlung von „Unternehmen Ettenheim“ zeigt das große Interesse an gemeinschaftlichen Aktivitäten und Aktionen in der Stadt. Norbert Schneider hieß zusammen mit seinem Vorstandsteam Jens Przibilla und Viktor Weber die Besucher willkommen, als Gast den Innenstadt-Berater der IHK, Thomas Kaiser.

Rückblickend auf die Jahre 2019/2020 wies Schneider darauf hin, dass „Unternehmen Ettenheim“ als wichtiges Ziel die Aufgabe „Menschen in die Stadt zu bringen“ mit den unterschiedlichsten Aktionen und Aktivitäten verwirkliche. Corona habe da einen starken Stillstand durch den Ausfall der großen Termine verursacht, „U.E“. sei trotzdem auch im Lockdown mit besonderen Aktionen tätig gewesen. Vor allem auch durch kleine aber wirksame Aktionen „Der Einkauf geht auf uns“, „Sommer in Ettenheim“, werblich mit der Aktion „click + collect“ im Internet und damit in vielen Betrieben Umsätze generiert werden konnte. Auch im kleineren Bereich der Möglichkeiten wurde viel getan für ein Einkaufserlebnis in der Stadt. Man hoffe, so Norbert Schneider, nun wieder mehr Aktivität entwickeln zu können.

Zwar gebe es auch dieses Jahr keinen Weihnachtsmarkt. Der sei, so berichtete Wirtschaftsförderer Wolfgang Spengler, mit den aktuellen Hygienerichtlinien nicht machbar. Dafür aber wird es einen kleinen Martinimarkt, „Krämermarkt“, am 6. und 7. November in der Innenstadt geben. Allerdings stark eingeschränkt und mit entsprechenden Regeln. So gibt es im Rohanhof Angebote verschiedener Vereine mit Speis und Trank, aber nicht auf dem Markt.

Generell, so Norbert Schneider, besteht die Hoffnung, mit DRIVE im kommenden Frühjahr die alljährlichen Termine und Veranstaltungen wieder voll  starten zu können.

Rücklagen gebildet

Einen erfolgreichen Bericht über die Kassenlage konnte Ursula Stolz vorlegen. Die Jahresergebnisse von 2019 und 2020 waren positiv und konnten die Rücklagen für neue Aktivitäten gestärkt werden, auch wenn die einzelnen Jahresumsätze, coronabedingt, niedriger ausgefallen sind. Dafür aber wurden 2019 die bereits entrichteten Teilnehmerbeiträge für DRIVE, das ausfallen musste, U.E. zur Verfügung gestellt und die Mitgliedsbeiträge der Firmen weiterhin geleistet wurden. Ergänzend berichtete die Rechnerin, dass das Konto der nichtabgerufenen Gutscheine jährlich steige, von vor vielen Jahren mit 15.000 € auf heute 37.000 €. Trotz verschiedener Aktionen – immer mehr Gutscheine liegen irgendwo zuhause und warten auf ihre Einlösung, so Ursula Stolz. Die Kassenprüfung durch Thomas Lohmüller und Benedikt Käufer erbrachte, wie Thomas Lohmüller berichtete, ein Lob mit der positiven Feststellung für die ausgezeichnete Arbeit der Rechnerin, Frau Ursula Stolz. Mit einem „Umschlaggeschenk“ und Blumenstrauß dankte Norbert Schneider zusammen mit Viktor Weber und Jens Przibilla der ausscheidenden Rechnerin für ihre zuverlässige und perfekte Arbeit in den letzten 11 Jahren und wünschten ihr persönlich alles Gute.

Entlastung und Neuwahlen

Auch in diesem Jahr lagen die Regularien der Entlastung und Vorstandswahlen in den bewährten Händen von Herbert Birkle. Er dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und würdigte dabei die, auch in schwieriger Coronazeit, neuen und wirksamen Aktivitäten, die mit viel persönlichem Zeitaufwand aufgebracht und mit dazu beigetragen haben die Mitglieder zu unterstützen und Handel, Handwerk, Gewerbe und Freiberufler in Ettenheim zu unterstützen und zu fördern. Er beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes, die einstimmig erfolgte.

Alle Wahlen zum Vorstand konnten per Akklamation durchgeführt werden. Es wurden gewählt als Vorstandsteam Norbert Schneider, Jens Przibilla, Viktor Weber.  Für die nach 11 Jahren ausscheidende Rechnerin Ursula Stolz erklärte sich nach kurzem Suchen Thomas Lohmüller spontan bereit, diese Aufgabe zu übernehmen und wurde einstimmig gewählt. Ebenso als Schriftführerin Heike Ganter-Wasmer in ihrem Amt bestätigt. Beisitzer wurden Sandra Kertscher und Karin Schulz. Gleichfalls einstimmig gewählt als Kassenprüfer Benedikt Käufer und Andreas Berenz.

Den Dank an die Gewählten für die Bereitschaft im Vorstand von Unternehmen Ettenheim aktiv mitzuarbeiten verband Norbert Schneider mit er Ankündigung, dass das Vorstandsteam Schneider,Weber, Prizibilla  sich nach den kommenden zwei Jahren zurückziehen werde und dann ein neues Team gewählt werden müsse.. 

Gutscheinkarte statt Geschenkgutschein

Thomas Kaiser, Innenstadtberater auch für Ettenheim, eine Förderaktion des Wirtschaftsministeriums, mit der Städte unter 50.000 Einwohnern gestärkt werden sollen, berichtete über die Zielsetzung und konkrete Aktionen die u.a. für Ettenheim, Kehl, Haslach i.K., Emmendingen mit einem 10-Punkte-Programm wirksam werden soll. Dabei komme dem digitalen Bereich eine wichtige Rolle zu. „Der Innenstadt-Berater ist dabei Anschieber, Problemnachfrager und Vermittler. Weitere Aktion sei der Besuch der „Schaufenster-Doktorin“, einem  facebook-Workshop (am 11.November) und Beratung mit dem Blick von aussen für weitere Aktionen.

Derzeit steht im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe Digital die Einführung einer digitalen Gutscheinkarte, die die bisher Geschenkgutscheine ersetzen solle.

Kaiser berichtete, dass solche Karten in umliegenden Gemeinden schon seit einiger Zeit üblich sind oder, wie in Lahr, eingeführt werden. Sie  vereine gleich drei Funktionen, Gutschein, App und Online-Shop in sich. Sei vielfältig nutzbar, insbesondere auch durch die Möglichkeit der Betriebe für ihre Mitarbeitenden monatlich bis zu 44 Euro steuerfrei als Sach-Geschenk zu übertragen und so auch Einkaufsvolumen in die Stadt zu bringen. Verwaltungstechnisch sehr vorteilhaft, da aller bürokratischer Ablauf über die Betreiberfirma abgewickelt wird und zukunftsorientiert  gestaltetist. Herbolzheim, so Kaiser, habe damit gute Erfahrungen gemacht. Für die Karte können auch gemeindeübergreifend Orientierungen vorgenommen werden. Und sogar ist auch neben der allgemeinen „Ettenheim-Karte“ eine Individualisierung mit eigenem Firmenlogo möglich. Für die Teilnehmenden Betriebe ergeben sich überschaubare Kosten: monatlich 14,90 €  und, je nach Umsatzgröße, ab 2% davon. Vorab ist eine Systemeinstellung erforderlich, die rund 30.000 € erfordert, zu denen auch Zuschüsse (Stadt, Banken u.a.) erwartet werden.

Einstimmig beschlossen

Nach intensive, Gedankenaustausch im Für und Wider, Norbert Schneider stellte fest, daran führe kein Weg vorbei, entweder heute oder in drei Jahren, wurde auf dessen Antrag abgestimmt und waren alle Anwesenden dafür die digitale Kundenkarte in Ettenheim einzuführen. Dazu wurde dem Vorstand zur Vorbereitung ein Budget von 15.000 € aus den Mitteln von Unternehmen Ettenheim zur Verfügung gestellt. Entsprechende Informationen an alle Mitgliedsbetriebe werden alsbald erfolgen, wie auch über die erforderliche technische Einrichtung informiert wird. Wichtig sei, so ergänzte Thomas Kaiser, möglichst viele Akzeptanzstellen zu haben. Dabei sein müsse eine Tankstelle (wegen der Firmengutscheine an Mitarbeitende) und ein Lebensmittelmarkt, dieser ist in Ettenheim mit EDEKA-Kohler schon vorhanden. Danach wird es keine Geschenkgutscheine mehr geben, der „Altbestand“ bei den Kunden solle durch zusätzliche Aktionen „herausgelockt“ und mit besonderen Angeboten attraktiv gemacht werden. Die Einführung, so Norbert Schneider, soll zum Frühjahr kommenden Jahres erfolgen.   

Martini-Markt als Krämermarkt

Leider können dieses Jahr die gewohnten Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt und Martinimarkt nicht stattfinden, Für den Martinimarkt wird ein reduzierter Krämermarkt am 6. und 7. November durchgeführt, wobei am 7. November gleichzeitig verkaufsoffener Sonntag ist.  Die Stadt Ettenheim, so Wolfgang Spengler, sorge aber wie alljährlich für weihnachtliches Flair in der Innenstadt.