Verein „Willkommensinitiative Neustart Ettenheim“ gegründet

27. Februar 2015

Rechtliche Grundlage für die engagierte Helfergruppe geschaffen

Im Rahmen des regelmäßigen Treffens der in der Willkommensinitiative Neustart aktiven Frauen und Männer wurde im „Rekordzeitraum“ von weniger als 30 Minuten ein eigener Verein gegründet, die Satzung beschlossen und ein kompletter Vorstand gewählt.

Hans Georg Dietrich informierte im zweiten Teil des Abends über die Notwendigkeit einen eigenen Verein zu gründen, um die Arbeit im geordneten Rahmen leisten zu können. Insbesondere geht es um die finanziellen Fragen, die durch eine Vereinsgründung ebenso auf eine gute Grundlage gestellt werden, wie die erforderliche Vorsorge für die ehrenamtlich Tätigen durch entsprechende Versicherungen. Man hatte, so berichtete Hans Georg Dietrich zuerst mit der Nachbarschaftshilfe und dem Altenwerk geprüft, ob es möglich sei, die Willkommensinitiative evtl. als „Unterabteilung“ des jeweiligen Vereins zu führen. Dies habe sich aus vielen Gründen als sehr kompliziert erwiesen, sodass nun die Gründung eines Vereins erfolgen solle.

Die Gründung war schon bestens vorbereitet. Als Vereinssatzung konnte eine entsprechende Satzung aus Offenburg auf Ettenheim umgeschrieben werden, sodass hier kein Handlungsbedarf erforderlich war, diese Satzung wurde an alle Anwesenden verteilt. Rechtsanwalt Michael Born hatte sowohl die Satzung rechtlich überprüft, als auch die erforderlichen Regularien für die Vereinsgründung vorbereitet. Einstimmig wurde er zum Versammlungsleiter gewählt, Hans Georg Dietrich als Schriftführer für die Gründungsversammlung. Entsprechend der nun festgelegten Tagesordnung wurde das Gründungsverfahren vorgenommen. Für die Gründung des Vereins „Willkommensinitiative Neustarthilfe Ettenheim e.V.“ trugen sich die Anwesenden als Gründungsmitglieder in die umlaufende Liste ein. Einstimmig wurde die vorgelegte Satzung beschlossen.

Ebenso einstimmig, dass ein Mitgliedsbeitrag erhoben wird und dieser jährlich  5 Euro beträgt. Hier hatte H.G. Dietrich vorab informiert, dass ein kleiner Mitgliedsbeitrag gleichzeitig bestätigt, wer Mitglied ist, oder nicht.

Vorstandswahl

Schnell und zügig erfolgte die Wahl des Vorstandes. Entsprechend der beschlossenen Satzung wurden die einzelnen Positionen aufgerufen und um entsprechende Vorschläge gebeten, über die dann sofort per Akklamation abgestimmt wurde, da keine geheime Wahl gewünscht worden war.

Zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde Beate Kostanzer, stellv. Vorsitzender Hans Georg Dietrich, Rechnerin Evelyne Feißt, Schriftführer Herbert Birkle, Beisitzer Norbert Quenkert und Marileide Fonseca-Hagemann. Rechtsanwalt Michael Born stellte nach der Wahl fest, dass alle Gewählten ihr Amt annehmen und hatte auf Zuruf noch eine Ergänzungswahl vorzunehmen: die Wahl der Kassenprüfer. Dies wurden Marion Fleig und Sylvia Obergföll. Auch wurde der Mitgliedsbeitrag von 5 Euro jährlich einstimmig beschlossen. Eine letzte Abstimmung im Gründungsverfahren galt noch dem Auftrag an die beiden Gründungsvorsitzenden, dass sie bis zur rechtmäßigen Eintragung ins Vereinsregister außer der Amtsvornahme dafür keine weiteren Entscheidungen treffen dürfen.

Damit war nach weniger als  30 Minuten sowohl der Verein gegründet, als auch der Vorstand gewählt und die Aufgabe von Michael Born erfolgreich beendet, dem H.G. Dietrich für die zügige Abwicklung dankte.

Aufgaben und Ziele

In der Satzung des neugegründeten Vereins sind die Aufgaben und Ziele klar definiert. Zweck des Vereins ist es Flüchtlinge in Ettenheim und Umgebung zu unterstützen. Dazu steht satzungsgemäß ein umfangreicher Aufgabenkatalog zur Verfügung: Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten mit Flüchtlingen. Öffentlichkeitsarbeit und Informationsveranstaltungen, in denen die Belange der Flüchtlinge allgemein bewusst gemacht und Verständnis bei der  Allgemeinheit für deren Probleme geweckt werden. Ferner die persönliche und materielle Hilfe in Notfällen, insbesondere für traumatisierte Flüchtlinge. Die Modalitäten regelt der Vorstand.“

Selbstverständlich arbeitet der Verein gemeinnützig. Die weiteren Festlegungen gelten der Organisation, Verantwortung und den Regularien.

 

Foto: Erika Sieberts