Stadtsanierung Gebiet IV“ Nordwestliche Vorstadt“ -Erfolgreicher Abschluss der Sanierungsarbeiten Friedrichstraße

20. Dezember 2016

Ettenheims Stadtbild hat sich in den letzten 20 Jahren durch die gelungene Sanierung vieler öffentlicher und privater Gebäude sowie des Straßenraums positiv verändert. Seit 1980 wurden 4 Sanierungsgebiete ausgewiesen. In den 3 abgeschlossenen Gebieten wurden Maßnahmen mit rund 7,9 Millionen Euro durch das Land und mit 4,5 Millionen Euro durch die Stadt gefördert. Dadurch wurden Investitionen in Höhe von rund 85 Millionen Euro generiert.

Die positive Entwicklung in der Innenstadt wurde mit der im Mai begonnenen Straßenneugestaltung in der Friedrichstraße und den daran angrenzenden Straßen bis zur Einmündung Muschelgasse vor dem Unteren Tor fortgeführt.

Der Gemeinderat hatte 2015 in mehreren Sitzungen insgesamt 7 Gestaltungsentwürfe diskutiert und im Oktober mit der Festlegung des Oberflächenbelags abschließend die künftige Gestaltung festgelegt. Nach intensiven Abwägungen und Diskussionen im Gremium wurde beschlossen, dass das bereits in der Innenstadt verlegte Natursteinmaterial mit geringerer Fugenbreite verlegt werden soll. Auch die Verlegerichtung und das Fugenmaterial wurden geändert.

Der Zuschlag für die Bauausführung hat die Firma Johann Joos GmbH & Co. KG aus Hartheim erhalten. Die Arbeitsausführung erfolgte über einen Zeitraum von 8 Monaten, zur Aufrechterhaltung des Verkehrs in mehreren Abschnitten. Der letzte Bauabschnitt in der Austraße wird nun fertig gestellt. Erfreulicherweise erfolgt die Freigabe deutlich früher als geplant. Planung und Bauleitung erfolgte durch das Ingenieurbüro Zink aus Offenburg.

80 % der Flächen wurden bis Mitte November in ungebundener Bauweise mit einem Brechsand-Splitt-Gemisch und einem mineralischen Fugenmörtel hergestellt. Der restliche Abschnitt der Friedrichstraße und Austraße nach dem Zeitraum wurden zunächst nur mit einem Brechsand-Splitt-Gemisch als kompletter Fugenschluss hergestellt. Die Ausführung des oberen Fugenverschlusses mit dem Fugenmörtel wurde wegen des Setzungsverhaltens im Brechsand-Splitt-Gemisch zeitlich verschoben.

Das Ziel, den 2.480 m² großen Sanierungsabschnitt in der Vorstadt stärker als Einheit wirken zu lassen, ist sehr gut gelungen. Der Platz vor dem Unteren Tor wurde gestalterisch bis zum Gewerbekanal erweitert, der Zugang zum Gewässer über Stufen ermöglicht. Störende Randabgrenzungen sind verschwunden, der Straßenraum barrierefrei gestaltet. Neue Gestaltungselemente wie die „Viehtränke“ vor dem Marienbrunnen sind hinzugekommen und weitere werden folgen.

Bürgermeister Bruno Metz zeigt sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Neugestaltung. „Der Platz wird ein guter Treffpunkt für alle Generationen werden“, freut er sich. Die bisherigen zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von den Geschäftsinhabern bestätigen seine Einschätzung. Materialwahl und Verlegung werden immer wieder lobend erwähnt, wie auch die gute Arbeitsleistung der ausführenden Firma.

Ein besonderer Dank gilt den Anwohnern und Geschäftsinhabern, die trotz der Einschränkungen und Behinderungen durch die Bauarbeiten Verständnis und Geduld gezeigt haben, betonte der im Tiefbau zuständige Projektleiter Udo Schneider.

Foto: Sandra Decoux-Kone