Sanierung der Vogelbrunnenquelle Ettenheimmünster im Zeitplan

22. Mai 2019

Riesige Erdbewegungen von 1 800 Kubikmetern, ein gesperrter Waldweg und Baustellenverkehr im Wald sind die äußeren Zeichen der Sanierung der Vogelbrunnenquelle. Vier Quellen bilden das Rückgrat der Wasserversorgung für Ettenheimmünster, Münchweier und Wallburg mit hervorragendem Quellwasser. In den vergangenen Jahren kam es insbesondere bei starken Niederschlägen immer wieder zu Trübungen bei dieser Quelle, die dann jeweils kurzzeitig aus der Versorgung genommen werden musste.

Daher hat der Wasserversorgungsbetrieb der Stadt Ettenheim 2015 das Ingenieurbüro Wald und Corbe mit einer grundlegenden Untersuchung beauftragt. 2017 wurden darauf aufbauend die Planungsarbeiten zur Sanierung der Quelle erarbeitet und im Herbst 2018 begannen die Bauarbeiten, die die Firma Grafmüller aus Zell am Harmersbach durchführt.

In diesen Tagen werden die Betonarbeiten im Rahmen der Quellsanierung abgeschlossen. Dann wird die unterirdische Quellfassung verfüllt und die große Narbe im Wald bei Ettenheimmünster verschwindet. Nach Abschluss der Rohbau- und Erdarbeiten wird mit dem Innenausbau der hydraulischen Ausrüstung und der Elektro-,

Mess-, Regel- und Steuerungstechnik durch die beauftragte Firma Eliqou Stulz begonnen. Geplanter Fertigstellungstermin ist im September.

Die Baustelle ist eine der spektakulären, wie Udo Schneider, technischer Leiter des städtischen Tiefbauamtes und des Wasserversorgungsbetriebs, berichtet. Rund 311.000 € kostet die Maßnahme. Bürgermeister Bruno Metz bezeichnet sie als wichtigen Beitrag zur Sicherung einer sehr guten Wasserqualität in ausreichender Menge für die drei Ortsteile. Bruno Metz weist darauf hin, dass Ettenheim für alle Teilorte exzellentes Trinkwasser zu attraktiven Preisen anbieten kann.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben Stadt und Wasserversorgungsbetrieb intensiv an diesem Thema gearbeitet. 1998 wurde die Siebenbrunnenquelle auf der südlichen Talseite neu gefasst. Sie speist seither problemfrei sehr gutes Wasser ins Netz.

2002 wurde ein Konzept zur Optimierung der Wasserversorgung im Quellwasserversorgungsabschnitt erstellt und dem Gemeinderat vorgestellt. Dieses Konzept bildete die Grundlage für die Sanierungsmaßnahme.

In den kommenden Jahren will die Stadt auch die Reh- und Krebsbrunnenquelle im Dörlinbacher Grund angehen. In Kombination mit bereits neu gebauten Hochbehältern, z.B. am Hundsrück in Münchweier konnte damit viel für eine zukunftssichere Wasserversorgung für die Teilgemeinden erreicht werden.