Sanierung der Gewerbekanalbrücke Friedrichstraße in Ettenheim liegt im Zeit- und Kostenplan

30. Juli 2020

Derzeit wird die denkmalgeschützte Bogenbrücke über den Gewerbekanal in der Friedrichstraße saniert. Begonnen wurde mit der Maßnahme Anfang Juni. Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins informierte Bürgermeister Bruno Metz über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten, die voll im Zeitplan liegen.

Die Baumaßnahme war dringend erforderlich, da das Gewölbe der Brücke deutliche Schäden aufgewiesen hat, die die Tragfähigkeit beeinträchtigt haben.

 „Mir ist bewusst, dass die aktuelle Situation Belastungen mit sich bringt“, erklärt Bürgermeister Bruno Metz. „Wir haben die Brückenmaßnahme bei der Sanierung vor dem Unteren Tor vor rund 4 Jahren zunächst zurückgestellt, um den Gewerbetreibenden und Anwohnern etwas Luft zwischen den Baumaßnahmen und den damit verbundenen Einschränkungen zu lassen. Ein weiteres Zuwarten wäre allerdings nicht mehr verantwortbar gewesen“, erklärt Bürgermeister Bruno Metz.

„Die Stadt Ettenheim unternimmt gemeinsam mit den beteiligten Firmen alles, um die Maßnahme so schnell wie möglich durchzuführen. Bis Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein“.

Den Auftrag für die Sanierungsmaßnahme hat die Firma Meurer-Bau GmbH, Lahr in Höhe von 318.133,74 € erhalten. Die denkmalpflegerischen Mehraufwendungen zur Sanierung der Brücke werden mit 12.780,00 € Zuwendungen zur Erhaltung von Kulturdenkmälern vom Land gefördert. Die Sanierung der Brücke wird vom Land aus dem kommunalen Sanierungsfonds Brücken mit 119.850,00 € Zuschuss gefördert.

Bei den Sanierungsarbeiten ist das äußere Erscheinungsbild der Gewölbebrücken beizubehalten, der Überbau der Gewölbebrücke daran anzupassen.

Nach dem Teilabbruch des Fahrbahnbelags wurden zunächst die an der Brücke befestigten Versorgungsleitungen verlegt und zur Erkundung der Bogengeometrie Suchschlitze hergestellt.

Zur Verbesserung der Tragfähigkeit für den neuen Brückenüberbau wurde eine Tiefengründung mit Mikropfählen gewählt und bereits ausgeführt.

Teilweisen wurde auch schon mit der Herstellung der südlichen Baugrube begonnen. Die Überdeckung und Hinterfüllung des Gewölbes besteht zu großen Teilen aus Beton der abgetragen wurde.

Nach Freilegung des Gewölbes der Brücke wird mit der Sanierung der Schäden an den Natursteinen durch einen Steinmetzbetrieb begonnen.

Eine neue Verfugung und ein Verputz verbessern den baulichen Zustand des Natursteingewölbes. Danach folgt die Sanierung der Flussbausteine in der Gewässersohle und des an die Brücke anschließenden Betonrahmens durch den der Gewerbekanal entlang des Metzgerei Gebäudes geleitet wird.

Anschließend werden die eigentlichen Brückenbauarbeiten mit der Herstellung der Fundamente oberhalb des Bogens und der neuen Tragkonstruktion aus Stahlbeton durchgeführt.

Nach der Hinterfüllung des Bauwerks folgen die restlichen Arbeiten zur Abdichtung des Bauwerks von oben, der Herstellung der Gesimskappen, Geländer sowie der Asphaltbelagsarbeiten erläuterte Udo Schneider Fachbereichsleiter Tiefbau den Ablauf der Baumaßnahme.

Bürgermeister Bruno Metz freut sich über die Fortschritte am Bauwerk und die Zusage der am Bau beteiligten Firmen, dass die Fertigstellung aller Arbeiten und Verkehrsfreigabe wie geplant Ende September erfolgt.

Foto: Sandra Decoux-Kone