Probestau am Hochwasserrückhaltebecken Breitmatt wird vorbereitet

14. Juli 2021

Bedingt durch die aktuellen Witterungsverhältnisse wird am Hochwasserrückhaltebecken „Breitmatt“ ein Probestau durchgeführt.

Das Rückhaltebecken mit einem Stauvolumen von 16.100 m³ wurde im Oktober 2015 fertig gestellt und seither besonders für Ettenheimmünster und Münchweier wichtige Beiträge zum Schutz vor Hochwasser geleistet.

In den Auflagen der Plangenehmigung wurde die Stadt als Betreiber der Anlage verpflichtet, an dem Hochwasserrückhaltebecken einen Probestau durchzuführen, um die Abgabemengen zu überprüfen und etwaige Mängel feststellen zu können. Dazu wurde 2018 ein Probestaukonzept in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde erstellt. In den danach folgenden heißen Jahren war witterungsbedingt keine Durchführung des Probestaus möglich.

Die witterungsbedingten Voraussetzungen mit längeren Niederschlagsereignissen sind in dieser Woche gegeben, sodass ab heute Mittwoch, 14.7.2021 die Durchführung des Probestaus möglich ist. Dabei wird das Becken mit 7.160 m³ Wasser eingestaut, was rund 44% des Rückstauvolumens entspricht. Der Einstauprozess kann bis zu 3 Tage andauern.

Die Anlage wird dabei regelmäßig durch die Stauwärter des Bauhofs überprüft. Bei unerwartet starken Regenfällen während der Füll- oder Entleerungsphase wird der Probestau unterbrochen. Nach Erreichen des Stauziels und einer einem mehrstündigen Verharren des Wassers im Beckens wird anschließend kontrolliert abgelassen.

Gleichzeitig wird die Abflussmenge im Dörlinbachergrundbach gemessen. Dadurch kommt es kurzzeitig zu höheren Wasserständen.

Die Durchführung des Probestaus ist mit dem Landratsamt Offenburg und den beteiligten Behörden abgestimmt und erfolgt nach einem abgestimmten Ablaufplan, erklärt Udo Schneider, der als Tiefbauamtsleiter für die Durchführung des Probestaus gemeinsam mit dem Betriebspersonal des städtischen Bauhofs zuständig ist. Unterstützt werden sie dabei vom

Ingenieurbüro Wald + Corbe sowie dem Landratsamt Ortenaukreis.

Wie Udo Schneider berichtet, werden die aus den Abflussmessungen gewonnenen Ergebnisse ausgewertet. Sie dienen der Kalibrierung der Abflussmengen.

Die Angrenzer und Anwohner in den davon betroffenen Bereichen der Dörlinbachergrundstraße und im Sonnenweg werden um Beachtung gebeten.

Eine Gefährdung besteht dadurch nicht.