Positive Bilanz des Stadt-Impf-Stützpunktes - tolle Gemeinschaftsaktion

21. Januar 2022

Alle Verantwortlichen zogen beim Vor-Ort-Termin im Stadt-Impf-Stützpunkt eine äußerst positive Bilanz. Mit über 6000 Impfungen sei das ursprüngliche Ziel, bis Weihnachten den Menschen ein wohnortnahes Impfangebot zu machen, weit übertroffen worden, berichtet Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz. Aufgrund der guten Resonanz und dem Zuspruch wurde das Angebot bis Mitte Januar verlängert.

Der Ettenheimer Stadt-Impf-Stützpunkt (SIS) wurde Ende November vergangenen Jahres von der Stadt Ettenheim auf Initiative von Dr. Theo Vetter mit Unterstützung von Ettenheimer Ärzten, der Feuerwehr, dem DRK, dem Seniorenrat und dem Ortenau-Klinikum in kürzester Zeit in der ehemaligen Augenstation des Ettenheimer Krankenhauses eingerichtet. Seit dem 17.01. bleibt der Stützpunkt vorerst geschlossen, da mittlerweile die Impfzentren ihren Betrieb wieder aufgenommen haben und sich die Situation, was das Impfangebot anbelangt, deutlich entspannt hat.

Alle sind sich einig: Sollte sich im Frühjahr wieder ein erhöhter Bedarf zeigen, kann der Stützpunkt jederzeit wieder mit kurzer Vorlaufzeit reaktiviert werden. „Was aus einer spontanen Idee entstanden ist, hatte sich zu einem wertvollen Angebot entwickelt und zeigt wie toll die Ettenheimer Stadtgemeinschaft funktioniert“, freut sich Bürgermeister Bruno Metz, der die Initiative der Ärzte sofort aktiv unterstützte.

Der Stadt-Impf-Stützpunkt wurde komplett in Eigenregie ohne finanzielle Förderung von Bund oder Land von der Stadt Ettenheim mit einem Team aus 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Seniorenrates, der Feuerwehr und des DRK seit dem 29.11. an 7 Tagen in der Woche betrieben. Am Wochenende hatte der Stützpunkt sogar 10 Stunden geöffnet.

„Es war eine tolle Gemeinschaftsleistung“, freut sich Dr. Theo Vetter, früherer Chefarzt der Inneren Medizin am Ettenheimer Krankenhaus. In Zusammenarbeit mit dem Ettenheimer Internisten Dr. Boris Weber und Heike Schillinger von der Stadtverwaltung hatte er ein Konzept entwickelt, um möglichst unbürokratisch die Menschen in Ettenheim und der Region zu impfen. Mit im Boot waren auch die Ettenheimer Ärzte Martin und Ines Walser sowie Michael Krappitz mit ihrem medizinischen Helferteam.

Dank gut organisierten Abläufen und motivierten Ehrenamtlichen erhielten die Impfwilligen ohne lange Wartezeiten schnell und zügig ihre Covid-19 Impfungen. Das Feedback der Menschen war sehr positiv, viele waren sehr dankbar und kamen teilweise sogar aus dem Karlsruher und Freiburger Raum, um sich hier impfen zu lassen, berichtet Heike Schillinger.

Die Spitze an Impfungen, teilweise impften 3 Ärzteteams bis zu 260 Menschen an einem Abend, war Anfang/Mitte Dezember und unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen. Insgesamt wurden im Impfstützpunkt rund 6.200 Impfungen durchgeführt, davon waren rund 10 Prozent Erstimpfungen. Zu Engpässen bzgl. Biontech kam es nur selten, sodass jedem ein Impfangebot gemacht werden konnte.

„Besonders das kollegiale Miteinander und die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen waren beeindruckend. So konnten wir dazu beitragen, sehr effizient den Engpass beim Impfangebot zu überwinden“, berichtet Boris Weber.

Spende an UNICEF überreicht

Die Dankbarkeit der Menschen zeigte sich auch in ihrer großen Spendenbereitschaft. Im Impf-Stützpunkt war seit Mitte Dezember eine Spendenbox für die COVAX Initiative aufgestellt.

Zur großen Freude von Petra Tröndle, Leiterin der Unicef Arbeitsgruppe Freiburg kamen so 1.000 EUR an Spenden für die Covax Initiative von UNICEF zusammen. Symbolisch überreichten alle Beteiligten der UNICEF Vertreterin einen überdimensionierten Scheck. Unterstützt wurde die Aktion auch von den Ehrenamtlichen, der Rohan-Apotheke und den Ärzten, die den Spendenbetrag auf volle Tausend aufgerundet haben.

Bürgermeister Bruno Metz dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Foto: Sandra Decoux-Kone