Politikworkshops für Neuntklässler - Kommunalpolitik ganz praktisch erleben und erfahren

7. Februar 2020

In der kommenden Woche finden an allen drei weiterführenden Schulen Ettenheims wieder Politikworkshops für die Klassenstufe 9 statt. Einen ganzen Vormittag geht es um das Thema Kommunalpolitik, Leben als Jugendlicher in der eigenen Gemeinde, Partizipationsmöglichkeiten für junge Menschen und vieles mehr.

Moderiert werden die Workshops im Auftrag der Stadt Ettenheim von Andreas Woitzik (Physikdoktorand) und Eva Wolters (Deutschlehrerin und Teamerin), die bereits im vergangenen Jahr die Erstwählerworkshops als Vorbereitung auf die Kommunalwahl an den Schulen durchgeführt haben. Auch Udo Wenzl, der bereits viele Jugend- und Bürgerbeteiliungsworkshops in Ettenheim durchgeführt hat, wird beim Workshop am Freitag in der Heimschule St. Landolin dabei sein und war in die Vorbereitung involviert.

An allen 4 Vormittagen wird Bürgermeister Bruno Metz die Jugendlichen begrüßen und sich auch in der letzten Phase der Workshops wieder Zeit für die Anliegen der Schüler nehmen. „Es ist mir wichtig zu erfahren, wo die Jugendlichen der Schuh drückt und was sie bewegt. Das eigene Umfeld mitgestalten und mitbestimmen zu können, Gehör zu finden und sich am öffentlichen Leben beteiligen zu können, gehört zu den wichtigen Erfahrungen in der Demokratie“, so Bruno Metz.

Die Politikworkshops wurden 2017 erstmals durchgeführt und sind feste Bestandteile der kommunalpolitischen Bildung Jugendlicher in Ettenheim. Seit über 10 Jahren werden Jugendliche in Jugendforen und Politikworkshops in Ettenheim einbezogen und beteiligt. Große Unterstützung gibt es dabei von allen drei Schulen, die ihre Schüler für die Workshops wieder einen Vormittag lang vom Unterricht freistellen. Organisiert und begleitet werden die Workshops von Heike Schillinger (Stadt Ettenheim) in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften Anne Kunzweiler und Holger Gissler (Heimschule), Jessica Bold (August-Ruf-Bildungszentrum) und Felix Göttler (Städtisches Gymnasium).

Start ist am Montag in der Realschule der Heimschule St. Landolin, weiter geht’s am Mittwoch im Städtischen Gymnasium, am Donnerstag im August-Ruf-Bildungszentrum und am Freitag im Gymnasium der Heimschule.

Bei den vierstündigen Workshops geht es nach einem kurzen Warm-up zunächst darum, welches Aufgabenspektrum eine Kommune hat und welche Berührungspunkte Jugendliche mit der eigenen Gemeinde haben, z.B. bei der Jugendfeuerwehr oder im Fußballverein.

Anschließend können die Schülerinnen und Schüler in Workshop-Atmosphäre diskutieren, wie man sich als Jugendlicher in der Stadt oder Gemeinde politisch und auch gesellschaftlich einbringen kann.

Erstmals wurden im Vorfeld auch Termine mit den Bürgermeistern der Heimatgemeinden vereinbart, an denen die Schülerinnen und Schüler die in den Workshops gesammelten Ideen und Vorschläge den Rathauschefs vorstellen können – von der Stadt Lahr bis an den Kaiserstuhl.