Platz der Erinnerung und des Gedenkens - Zweites gärtnergepflegtes Grabfeld auf dem Ettenheimer Friedhof

14. Dezember 2018

Mit der offiziellen Inbetriebnahme und Segnung des neuen gärtnergepflegten Grabfeldes auf dem Friedhof in Ettenheim eingeweiht. Mit dem neuen Gärtnergepflegten Grabfeld wurden das Angebot um weitere 88 Grabstellen erweitert. Es stehen nun 10 verschiedene Bestattungsformen zur Verfügung.

Zur offiziellen Einweihung und Segnung trafen sich am vergangenen Dienstagnachmittag Vertreter der Verwaltung, aus den Ortschaften, des Seniorenrates, der beteiligten Betriebe mit Pfarrer Martin Kalt, von der katholischen Pfarrgemeinde. Im Zeichen der Ökumene nahm er auch für die evangelische Kirchengemeinde die Segnung des zweiten gärtnergepflegten Grabfeldes vor.

Bürgermeister Bruno Metz erinnerte daran, dass das im Jahre 2011 angelegte erste gärtnergepflegte Grabfeld mit 89 Grabstellen nahezu belegt ist. Auch im neuen gibt es bei 88 Grabstellen die ersten Belegungen. Die Bestattungskultur habe sich, so Metz, in schneller Zeit grundlegend geändert. Es gebe heute eine Vielfalt an entsprechenden Angeboten, allein zehn unterschiedlichen Möglichkeiten auf dem jetzt neu eingerichteten Grabfeld, so Metz. Er dankte allen Beteiligten: Der Friedhofgärtnerei Jäger, der Genossenschaft badischer Friedhofsgärtner sowie auch den Steinmetzen und Bildhauern für das schön gestaltete Grabfeld, das an einem besonderen Platz mit Platanen, den Bereich wunderbar präge.

Pflege durch Gärtner

Für die Genossenschaft der Friedhofsgärtner, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Ettenheim das Grabfeld verwirklichte, sprach Thomas Heiland. Für die Grabnutzungsberechtigten ist die Genossenschaft der Friedhofsgärtner ein Garten dafür, dass die Pflege der Gräber gesichert ist. Innerhalb kürzester Zeit, so Heiland, habe in der Bevölkerung der Friedhof seine Alleinstellung im Bestattungswesen verloren und gehe immer schneller zurück. Mit dem gärtnergepflegten Grabfeld könne man den Angehörigen ein wichtiges Angebot machen. Durch die gesicherte Grabpflege komme dem Friedhof als Gedenk- und Erinnerungsstätte wieder mehr Bedeutung zu. Dies werde in Ettenheim auch daran deutlich, dass neben den zwei gärtnergepflegten Grabflächen auch in Altdorf und Münchweier solche Anlagen eingerichtet und in Ettenheimmünster bald verwirklicht werden.

Segnung durch Pfarrer Kalt

Pfarrer Martin Kalt segnete das neue Grabfeld. Er sehe in dieser Einrichtung eine wichtige Hilfe zum Erhalt der Friedhofkultur. In einer Zeit in der sich die Gesellschaft verändere, mache die Stadt Ettenheim den Menschen mit den gärtnergepflegten Grabfeldern ein wichtiges Angebot für den Erhalt der christlichen Form der Bestattung.

Text- und Bildquelle: Herbert Birkle