Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim: Fachklinik trägt künftig den Namen „Klinik für Schmerzmedizin

11. März 2021

Fachdisziplin mit neuem Selbstverständnis / Betreuung und Behandlung eines komplexen Krankheitsbildes

Die aktuelle „Klinik für Schmerztherapie“ am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim wird ab dem 1. Mai den Namen „Klinik für Schmerzmedizin“ tragen. Mit der Namensänderung will die am Standort Ettenheim ansässige Fachklinik dem in den vergangenen Jahren gewandelten Selbstverständnis der Fachdisziplin Ausdruck geben. So hat beispielsweise auch die führende deutsche Fachgesellschaft mittlerweile den Begriff „Schmerztherapie“ ersetzt und nennt sich seit einigen Jahren „Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin“ (DGS).

„Die Schmerzmedizin, die ursprünglich als ein "Nebenfach" der Anästhesie und anderer Fachgebiete ihren Anfang nahm, hat sich mittlerweile als wichtiges medizinisches Querschnittsfach etabliert. Als eine auf die Schmerzbehandlung hochspezialisierte Einrichtung ist unsere Fachklinik ein wichtiges Bindeglied in der schmerzmedizinischen Versorgung der Region“, so Dr. Peter Kraemer, Medizinischer Direktor des Ortenau Klinikums.

„In unserer Fachdisziplin geht es nicht mehr nur um die Therapie des Symptoms Schmerz, sondern um die umfassende medizinische Betreuung und Behandlung eines komplexen Krankheitsbildes, zumeist einer chronischen Schmerzkrankheit mit somatischen und psychischen Faktoren“, betont Chefarzt Dr. Ingo Schilk. Da die Klinik der Schmerzkonzeption des Landes Baden-Württemberg folgt, ist sie als „Regionales Schmerzzentrum“ ausgewiesen.

Mit großer fachlicher Kompetenz und langjähriger Erfahrung versorgt das Schmerzzentrum in Ettenheim überwiegend chronisch schmerzkranke Patientinnen und Patienten interdisziplinär. Die gesamte Diagnostik und Therapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Ärzten aller schmerzmedizinisch relevanten Fachgebiete inklusive Psychotherapeuten und Physiotherapeuten.

Das Behandlungsspektrum beinhaltet Schmerzen des Bewegungssystems, ebenso wie Kopf- und Gesichtsschmerzen, Nervenschmerzen, chronisch entzündliche Schmerzen und Schmerzen bei Tumorerkrankungen und Durchblutungsstörungen. Dabei widmet sich das Team um Chefarzt Dr. Ingo Schilk insbesondere auch Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen bisherige Therapieansätze erfolglos geblieben sind. Sie erhalten sowohl eine umfassende und interdisziplinäre Schmerzdiagnostik als auch eine individuelle Schmerztherapie. Dabei kann die Fachklinik auf ein großes Spektrum sevon Therapieverfahren zurückgegriffen, von komplementärmedizinischen Verfahren wie der Akupunktur über die angemessene Medikation bis hin zur „High-Tech-Medizin“ wie der Rückenmarksstimulation (SCS). Therapeutisch bedeutsam ist ein erweitertes subjektives Schmerzverständnis, auch um die Motivation zur Umsetzung von individuell geeigneten Maßnahmen in die jeweilige Tagesgestaltung zu integrieren. Daher ist ein wichtiger Anteil der Behandlung die Unterstützung der Patientinnen und Patienten, Eigenverantwortung zu übernehmen und ihren Teil zum Therapieerfolg beizutragen.

In der Schmerzambulanz der Fachklinik betreut und behandelt das Team jährlich rund 1000 Patientinnen und Patienten. Mit Abklingen der Corona Infektionszahlen im Ortenaukreis stehen der Klinik für Schmerzmedizin in Ettenheim kurz- und mittelfristig 20 stationäre Betten zur Verfügung. Rund 250 Patientinnen und Patienten werden dann pro Jahr in einem multimodalen Konzept stationär versorgt.

Zu dieser Pressemitteilung erhalten Sie ein Bild im Anhang:

Chefarzt Dr. Ingo Schilk

Bild: Ortenau Klinikum