Neujahrsempfang der Stadt

8. Januar 2020

Zum traditionellen Neujahrsempfang am Dreikönigstag waren rund 500 geladene Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in die Ettenheimer Stadthalle gekommen. In seiner Ansprache ging Bürgermeister Bruno Metz auf die Frage ein, wie Gemeinschaft in einer digitalisierten Welt gelebt werden kann. Gemeinwohl sei mehr als das bunte Zusammenfügen einzelner Partikularinteressen, so der Bürgermeister. Angelehnt an die Worte zum neuen Jahr von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier stellte er fest, dass es "selbstbewusste Bürger mit Zuversicht, Tatkraft, Vernunft, Anstand und Solidarität" brauche, um die Stadt voranzubringen. Es freue ihn, dass es sehr viele von ihnen in der Stadt gebe. Dies zeige sich ohne Zweifel in einem ausgeprägten Vereinsleben, so Bruno Metz. Als aktuelles Beispiel nannte er die Vorbereitungen für das Stadtfest im Juli mit dem Motto "Eine Stadt in Bewegung", für das bereits 53 Vereine und Gruppierungen ihr Mitwirken zugesagt haben. Andere Beispiele seien die Konzertreihe zum 250-jährigen Bestehen der Silbermann-Orgel in Ettenheimmünster oder das erste Ettenheimer Bildhauersymposium. Solidarität, Nächstenliebe und Tatkraft zeige sich aber auch in der Hilfsbereitschaft für Menschen in Notlagen, wie etwa bei der vierköpfigen Familie in Altdorf, die im Dezember durch ein Feuer ihre Habe verloren habe und denen die kommunale Gemeinschaft auf vielfache Weise Hilfe und Unterstützung angeboten habe und zukommen ließ.

Die Zukunftsgestaltung einer Stadt und der Erhalt von Gemeinwohl erforderten aber auch Investitionen, so der Bürgermeister. Metz nannte Beispiele im Bereich der Kinderbetreuung wie etwa den Bau des neuen Kindergartens im Quartier Supperten und die Planung für einen weiteren im Quartier "Auf den Espen" als Ersatz und Erweiterung im Angebot für die Kita in der Neumannstraße, die nicht mehr sanierungsfähig sei. Selbstredend behalte die Stadt auch den Umwelt- und Naturschutz im Fokus, ein Gebiet, auf dem Bürgermeister Metz seit Jahren die Stadt in einer Vorreiterrolle unter den Städten vergleichbarer Größe sieht. Ein Projekt im Zeichen des Klimawandels sei der Umbau des Waldes, sprich die Pflanzung von standortgerechten Baumarten. Derzeit schon würden die Forstleute im Stadtwald pro Jahr um die 5000 Bäume pro Jahr pflanzen und noch viel mehr junge Bäume bringe die gut funktionierende Naturverjüngung zustande. Ein anderes Projekt, das den ökologischen Fußabdruck der Stadt verbessere sei auch der Umbau der Fernwärmeversorgung von Heimschule und Stoelcker-Areal, bei dem das Blockheizkraftwerk durch eine thermische Solaranlage ersetzt wird. Neben diesen Vorhaben ging er außerdem auf den Umbau des Volksbankgebäudes in eine Mediathek ein, auf die Sanierung des Palais Rohan, den Bürgerwindpark Südliche Ortenau, den geförderten Wohnungsbau und weitere aktuelle und künftige Projekte ein.

Bürgermeister Bruno Metz wurde nach seiner Rede von seiner ersten Stellvertreterin Ulrike Schmidt überrascht, als sie ihm im Namen der Stadt zu seiner "Silberhochzeit" mit Ettenheim gratulierte. "Vor mehr als 25 Jahren", sagte sie, "hat ein junger Bursche versprochen, die Stadt voranzubringen und bis heute Wort gehalten." 

Den musikalischen Rahmen für den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs, zu dem auch zwei Ehrungen zählten, bildete die Bigband des städtischen Gymnasiums unter Leitung von Markus Hummel.

Fotos: Herbert Birkle