Neue Kostenverteilung beim Abwasserzweckverband

5. November 2015

Grundlegende Entscheidungen hat die Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Südliche Ortenau am Dienstag dieser Woche in Kappel beschlossen. Angesichts der bevorstehenden Erweiterung der Kläranlage wurde der Investitionskostenschlüssel nun neu errechnet. Zuletzt geschah dies bei der Kläranlagenerweiterung im Jahr 2000. Ziel ist, wie Verbandsvorsitzender Bruno Metz betonte, eine möglichst verursachergerechte Kostenverteilung auf die 6 Mitgliedsgemeinden. Im Unterschied zum Investitionskostenschlüssel wird der Schlüssel für Betriebs- und Unterhaltungskosten in regelmäßigen Abständen überrechnet, bisher im 2-Jahres-Rhythmus, künftig jährlich.

Grundlage für die Investitionsumlagenanteile ist die zu erwartende Abwasserbelastung aus den jeweiligen Verbandsmitgliedsgemeinden, basierend auf den Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Flächennutzungsplan für Wohnen und Gewerbe. Die Anteile für die Betriebs- und Verwaltungskostenumlage werden auf der Grundlage der tatsächlichen Belastungen ermittelt.

Die neuen Schlüssel wurden einstimmig beschlossen und stellen sich wie folgt dar:

Investitionskostenschlüssel

Ettenheim (inkl. Ortsteile)                        29,985% (bisher 36,55%)
Mahlberg (inkl. Orschweier)                     10,894% (bisher 21,56%)
Kappel-Grafenhausen                              10,351% (bisher 14,71%)
Kippenheim (Ortsteil Schmieheim)             2,749% (bisher   2,70%)
Ringsheim                                              10,662% (bisher   7,48%)
Rust                                                       35,359% (bisher 17,00%)

Betriebskostenschlüssel (aktuell)

Ettenheim (inkl. Ortsteile)                         33,350% (bisher 34,759%)
Mahlberg (inkl. Orschweier)                      11,595% (bisher   9,517%)
Kappel-Grafenhausen                               10,871% (bisher 11,589%)
Kippenheim (Ortsteil Schmieheim)              3,298% (bisher   3,344%)
Ringsheim                                                7,291% (bisher   9,098%)
Rust                                                      33,596% (bisher 31,693%)

Positives konnte der technische Leiter Manfred Vogt zur Kläranlagenerweiterung berichten. Die für dieses Jahr geplanten Optimierungsmaßnahmen liegen im Zeitplan und sind großteils bereits gebaut und haben erste Bewährungsproben erfolgreich bestanden. So wurden teils Jahrzehnte alte Betriebsteile gegen effizientere und wirkungsvollere ausgetauscht.

Auch die Planungen zur Kläranlagenerweiterung liegen im Zeitplan. Der Genehmigungsantrag wurde im Oktober beim Landratsamt eingereicht. Dabei konnten die Verbandsmitglieder erfreut feststellen, dass die Kostenberechnungen, die bisherigen Schätzungen bestätigt haben. Die Optimierungskosten liegen bei knapp 500.000 €. Die Erweiterung der Anlage in den nächsten beiden Jahren wird rund 6 Mio. € kosten.