Neubürgerempfang mit Stadtführung und Workshop - Familie, Beruf und gute Infrastruktur machen die Attraktivität der Stadt aus

2. Oktober 2019

Mit einer Stadtführung, einer Grußbotschaft von Bürgermeister Bruno Metz im Bürgersaal und einem Workshop hieß Ettenheim seine neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger willkommen. Seit einigen Jahren lernen die Neu-Ettenheimer die Stadt ganz offiziell beim sogenannten Neubürgerempfang kennen. Am Montagabend hat die Stadt alle "Neuen" eingeladen, die seit Herbst 2018 nach Ettenheim und in die Ortsteile gezogen sind. Rund 70 waren gekommen. Auch Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats sowie die Ortsvorsteher nahmen am Empfang teil und kamen mit den Neubürgern ins Gespräch. Zuvor lernten die Gäste die Stadt bei einer Stadtführung mit der „Hexe“ Barbara Friedrich und der „Magd“ Rita Wacker kennen.

In erster Linie sind es berufliche Gründe, die den Wohnort Ettenheim attraktiv machen. Das erklärten die Neubürger beim von Kommunalberater Udo Wenzl moderierten Workshop. Fast ebenso wichtig ist den Neuen aber die Infrastruktur. Die gute Versorgung mit Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten, die Nähe zur Bahn und zur Autobahn und überhaupt "die kurzen Wege" wurden immer wieder angeführt. Auch das Bildungs- und Betreuungsangebot für junge und ältere Menschen machten die Attraktivität der Stadt aus. Eine Neubürgerin zeigte sich in ihrem Statement geradezu verliebt in ihren neuen Wohnort, sodass sie es in Gedichtform vortragen wollte. Von Grafenhausen oder Endingen zum Beispiel seien sie hergezogen wegen altersgerechter Seniorenwohnungen. Manche äußerten auch, sie hätten bewusst der Großstadt wie München oder Dresden den Rücken kehren wollen. Ihre Kinder hätten bereits nach wenigen Tagen Anschluss bei Nachbarkindern gefunden und würden sich schon richtig wohl fühlen. Vereinzelt wurden auch gleich Wünsche zu weiteren Verbesserungen geäußert. Beispiel: das Radwegenetz.

Wie das Einleben gut funktioniert, was man unbedingt in Ettenheim und den Ortschaften gesehen oder gemacht haben muss, davon berichteten 5 „ehemalige“ Neubürgerinnen und Neubürger. VHS-Außenstellenleiterin Carola Goetsch, Jakob Katzmann, Jonas Messmer und das Ehepaar Wilhelm und Cordula Müller erzählten über Ihren Start in Ettenheim und diskutierten anschließend über Ihre Eindrucke und aktuelle Themen mit den Gästen.

Bürgermeister Bruno Metz unterstrich in seinem Grußwort nicht nur die vielfältigen Angebote in den Vereinen oder Institutionen der Gesamtstadt. "Heimat ist da, wo ich mich einbringen kann," erklärte er und animierte damit auch die Neubürger, sich in den nachfolgenden Workshops im Bürgersaal und darüber hinaus in die Stadtgesellschaft einzubringen. Heike Schillinger, bei der Stadt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung, hatte für die erste Kennenlernrunde Schwerpunkte gebildet, die einen ersten Gesprächsanlass bei einem Gläschen Wein boten.

Text: Bertold Obergföll
Bild: Olaf Michel und Stadt Ettenheim