Mehrgenerationenspielplatz Ettenheim

31. Juli 2015

Der erste Mehrgenerationenspielplatz in Ettenheim wurde am 29. Juli durch Bürgermeister Bruno Metz den Anwohnern im Baugebiet Fürstenfeld übergeben. Was 2013 unter Beteiligung von Seniorenrat und engagierten Müttern unter der Federführung von Tiefbauchef Udo Schneider planerisch entstand, ist bisher in der Stadt einzigartig und dient als Pilotprojekt für künftige Vorhaben.

Wie ein großes grünes Band zieht sich der „Mehrgenerationenspielplatz“ in Richtung Norden zwischen der Straßburger Straße und dem idyllischen renaturierten Ettenbach auf einer Länge von 120 m und Breite bis zu 24 m, um das Mischgebiet mit gewerblicher Nutzung von der Wohnbebauung im Baugebiet Fürstenfeld West zu trennen. Auf der rund 1870 m² große Fläche sind alle Generationen willkommen. Dies war von Anfang an die Zielvorgabe für die Planung gewesen, betonte Schneider.

Damit die Idee nicht nur Theorie bleibt, wurden bereits in der frühen Planungsphase alle Generationen an einen Tisch geholt. Neben dem Seniorenrat der Stadt war auch eine Gruppe junger Mütter, die sich in der Vergangenheit auch schon an der Konzeption des Spielplatzes im Osterbach engagiert haben, an der Planung beteiligt.

Ziel der Zusammenarbeit war von Beginn an gewesen, die Fläche sowohl als Abenteuer-Spielgelände für junge Familien als auch als Erholungs- und Verweilbereich für Senioren zu gestalten.

Über einen Vorplatz wird das Gelände von der Straßburger Straße erschlossen. Unter Schatten spendenden Bäumen wurden zwei Seniorenbänke zum Verweilen aufgestellt. Damit man sich von Bank zu Bank auch unterhalten kann, wurde vom Seniorenrat gewünscht, die Bänke nicht mehr als 3 Meter auseinander aufzustellen. Die Abgrenzung zu den Nachbargrundstücken erfolgt mit einer Hainbuchenhecke, am Zugang über die Straßburger Straße wurden Fahrradbügel als Abgrenzungselement zur Straße aufgestellt.

Der Zugang zu dem dahinter liegenden Spielgelände erfolgt über einen sich durch das Gelände windenden Weg mit einem Eingangstor, das seitlich durch 80 Zentimeter hohe Mauern abgegrenzt wird. Durch die geringe Geländeerhöhung und die Bepflanzung mit Sträuchern wird der Zugangsbereich optisch hervorgehoben und die unterschiedliche Nutzung der Flächen verdeutlicht.

Im angrenzenden Aktivbereich für Senioren wurde neben weiteren Seniorenbänken ein Stepper aufgestellt, mit dem die Arm- und Beinmuskulatur trainiert werden kann. Unter mehreren Vorschlägen hatte sich der Seniorenrat für dieses Gerät entschieden. An den Bereich schließt dann der Seilgarten als Herzstück der Anlage an. Wie Marterpfähle ragen die Pfosten aus Robinienholz 4 Meter in die Höhe, um die körperliche Geschicklichkeit im Kletter- und Seilgarten zu trainieren.

Im weiteren Verlauf des Geländes folgt ein Sandbereich für Kleinkinder, in dem sich ein kleiner Turm mit Sandaufzug befindet. Die gegenüberliegende Freifläche kann zur körperlichen Ertüchtigung oder als Liegefläche genutzt werden. Richtung Norden hin zum Ettenbach wurde das Gelände nochmals etwas angehoben, um den Überblick über das Gelände - das in die Ferne blicken - zu gewähren. Über vier an der Böschung des kleinen Hügels verlegte Robinienstämme wurden Balancier- und Rutschmöglichkeiten geschaffen. Die Geländeerhebung läuft zum Weg am Ettenbach aus und umschließt eine Holzterrasse, auf der eine Ruhebank aufgestellt ist. Die Ruhebank bietet Erholung und Entspannung mit einem idyllischen Ausblick auf den renaturierten Ettenbach.

Westlich grenzt eine Fläche mit einer bespielbaren Weidenbepflanzung an, die aber wegen dem daran angrenzenden Bauvorhaben erst im Spätjahr fertig gestellt werden kann. Der Mehrgenerationenspielplatz ist auf der West- und Ostseite durch einen Industriezaun von der angrenzenden Wohnbebauung abgegrenzt und mit einer naturnahen Bepflanzung versehen. Die Spielfläche kann über 3 Zugänge begangen werden, so dass eine gute Erreichbarkeit der Spielfläche über das vorhandene Straßen- und Wegenetz sicher gestellt wird.

Die zeitliche Umsetzung der Maßnahme war durch den Erschließungsträger Kommunalkonzept Kunst, mit dem die Stadt einen Vertrag abgeschlossen hat, eigentlich schon mit der Fertigstellung des Baugebiets Fürstenfeld West im vergangenen Jahr geplant. Wegen der feuchten Witterung konnten die Arbeiten auf dem aufgefüllten Gelände aber erst im Spätjahr 2014 begonnen werden. Zusätzlich dazu waren private Bauvorhaben zu berücksichtigen, deren Bautätigkeit sich auf die Fertigstellung der Maßnahme ausgewirkt hat. An der Umsetzung haben mehrere Firmen mitgewirkt; die Gesamtkosten belaufen sich auf 115.000 Euro.

Der Mehrgenerationenspielplatz ist der 20. Spielplatz in der Gesamtstadt und der 10. Spielplatz in der Kernstadt Ettenheim. Mit der Fertigstellung der Anlage wurde auch die Übersicht über die Spielplätze der Stadt überarbeitet und neu aufgelegt. Das Faltblatt informiert über die Anlagen der Kernstadt und ist kostenlos im Bürgerbüro erhältlich.

Bürgermeister Bruno Metz freute sich über die gelungene Fertigstellung eines Spielorts für die ganze Familie und dankte den an der Umsetzung der Maßnahme Beteiligten. Anschließend übergab er den Platz an die freudig strahlenden Nutzer.