Jürgen Rauer bleibt Feuerwehrkommandant in Ettenheim - Christian Mösch neuer Stellvertreter

10. Januar 2020

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ettenheim haben in ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Vereinshaus in Ettenheimweiler Jürgen Rauer erneut das Vertrauen ausgesprochen und ihn für die nächsten fünf Jahre als Kommandanten wiedergewählt. Zu seinem Stellvertreter wählten sie Christian Mösch. Die Mitglieder folgten damit einem Vorschlag des Gesamtwehrausschusses. Der bisherige Stellvertreter Gerd Dietrich hatte nicht mehr kandidiert. Er bleibt jedoch Obmann der Ausbildung.

Bürgermeister Bruno Metz leitete die Wahl, die satzungsgemäß immer geheim stattzufinden hat. Wahlberechtigt waren dabei alle aktiven Wehrleute zwischen 18 und 65 Jahren. Zuvor hatte Metz der Feuerwehr für die „enorme Arbeit“ gedankt, die sie auch im vergangenen Jahr für die Bevölkerung verrichtet habe. Sie trage dabei eine hohe Verantwortung, vor der er auch persönlich große Achtung habe. Er zeigte sich rückblickend sehr erleichtert, dass die Beschaffung eines Rüstwagens mit dem Zuschussbescheid des Regierungspräsidiums habe abgeschlossen werden können. Nach vorne gewandt hoffe er, dass die eingesetzte Planungsgruppe für ein neues Feuerwehrgerätehaus bis Anfang April dieses Jahres Ergebnisse vorlegen könne. Im Gemeinderat werde hierüber eingehend beraten, auch hinsichtlich der Kosten. Keinesfalls werde die Entscheidung „der Feuerwehr übergestülpt“, sondern mit ihr gemeinsam erarbeitet. Lob hatte Metz auch für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr.

Zuvor waren die Tätigkeitsberichte der verschiedenen Abteilungen vorgetragen worden. Bernd Henninger nannte 106 Einsätze der Kernstadtwehr, das bedeute durchschnittlich zwei Einsätze pro Woche mit nahezu 1600 Einsatzstunden. Zunehmend schwieriger gestalten sich aus seiner Sicht die Paralleleinsätze, wenn bei einem Gebäudebrand gleichzeitig ein Einsatz auf der Autobahn erforderlich werde. Im Stützpunktbereich sei deswegen auch ein abgestimmter Alarmplan erarbeitet worden. Neben Sonderproben, Übungs-und Informationsabenden berichtete er von der Zusammenarbeit mit Vereinen, Schulen und Kindergärten. Auch gemeindeübergreifende Übungen nehmen laut Henninger einen wichtigen Platz ein. 55 Männer und zwei Frauen leisten ihren aktiven Dienst in der Abteilung Kernstadt. Neun Einsätze hat es in Ettenheimweiler gegeben, sieben in Wallburg, sechs in Münchweier und 19 in Altdorf, wie es den Berichten der jeweiligen Abteilungskommandanten Andreas Hösel, Harald Siefert, Armin Buser und des Stellvertreters Stefan Burg zu entnehmen war. Aber auch die Pflege der Kameradschaft kam bei Grillabenden und gemeinsamen Ausflügen nicht zu kurz. Sebastian Kirnberger konnte für die Jugendfeuerwehr Erfreuliches berichten. Helmut Krieg legte den Kassenbericht vor, die Versammlung erteilte auf Vorschlag der Kassenprüfer einstimmig Entlastung. Einen „neuen Rekord von 110 Einsätzen“ meldete Kommandant Jürgen Rauer für das Jahr 2019, dabei habe zweimal Vollalarm ausgelöst werden müssen, bei einem Scheunenbrand in Münchweier und bei einem Gebäudebrand in Altdorf. Probleme bereitete jeweils die Versorgung mit Löschwasser und die Zufahrt. Mit viel Umsicht habe die Wehr jedoch noch größeren Schaden verhindern können. Beim Einsatz bei schweren Verkehrsunfällen zeigten die Feuerwehrleute bei Personenschäden ruhiges und besonnenes Handeln. Auch lobte er die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Lahr. Hinsichtlich des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses machte sich Rauer stark für einen Neubau „für die nächsten 30 Jahre“ und für „ein strukturelles Denken im Großen.“ Er appellierte an alle, das gemeinsame Ziel im Auge zu behalten. Seinem bisherigen Stellvertreter Gerd Dietrich dankte er sehr herzlich für dessen besonderen Einsatz bei der Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans. Rauers Dank galt auch weiteren Verantwortlichen bei der Heißausbildung, beim Atemschutz und allen Gerätewarten. Grußworte gab es vom Kommandanten der Feuerwehr Lahr, Thomas Happersberger, von Robert Ibig für das DRK und den Rettungsdienst sowie vom Leiter des Polizeipostens Ettenheim, Peter-Johannes Scholz. Die Abteilung Ettenheimweiler sorgte für die Bewirtung an diesem Abend.        

 

Ehrungen

für 60 Jahre: Peter Henninger ( Obmann der Alterskameraden);

für 40 Jahre: Siegfried Obert und Klaus Rösch ( mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold)

für 25 Jahre: Armin Buser und Mike Brückert ( mit dem Feuerwehr- Ehrenzeichen in Silber)

für 15 Jahre: Stefan Ruf

 

Beförderungen

Zum Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau wurden André Bauer, Joshua Bertelsmann, Philip Goldschmidt, Christoph Hunn, Michelle Lambertz, Jonas Ohnemus, Benedikt Rehm, Max Studer, Eric Trotter, Timo Wienhöfer und Cedric Wünsch befördert. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Christian Ruf, Ulrich Daniel, Stefan Kiss, Raoul Fischer, Lukas Schaudel, Felix Mundinger, Daniel Callierotti und Rüdiger Haschke ernannt. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Michael Dittmer, Yannick Hösel, Michael Nopper, Florian Moser, Nico Kiesele und Damjan Schuliga. Zum Löschmeister wurden Mike Brüggert und Harald Heiler und zum Hauptlöschmeister Joachim Hunn befördert.

Text und Foto: Bertold Obergföll