Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ettenheim 2022

9. Mai 2022

Die Feuerwehr Ettenheim hat in der Stadthalle ihre Hauptversammlungen für die Jahre 2020 und 2021 nachgeholt. Gesamtwehr-Kommandant Jürgen Rauer wie auch die Abteilungskommandanten aus den Ortsteilen zogen Bilanz. Corona hat für die Wehr eine ordentliche Herausforderung dargestellt, doch die Einsatzfähigkeit und der Personalstand sind stabil geblieben und die Digitalisierung hat eine hybride Grundausbildung auf den Weg gebracht, die im gesamten Landkreis Beachtung findet. Bürgermeister Bruno Metz lobte die Feuerwehr und dankte persönlich und im Namen des Gemeinderats für die hervorragende Arbeit. Trotz Pandemiezeiten konnte die Zahl der aktiven Wehrleute mit rund 145 stabil gehalten werden. Fulminant ist die Zahl von 81 Kindern und Jugendlichen in der Wehr. Auch die Ausbildung ging voran mit zahlreichen Fach- und Führungsausbildungen in der Wehr. „Sie genießen das Vertrauen des Gemeinderats, das auch zum Ausdruck kommt in mehreren Beschaffungen und im Neubau des Rettungszentrums“, erklärte Bürgermeister Bruno Metz.

Rückblick:
Zwar hatten die Abteilungen in Altdorf, Ettenheimweiler und Münchweier ihre Versammlungen Anfang 2020 noch durchführen können. Ab März aber hätten alle vermeidbaren Zusammenkünfte und Übungen abgesetzt werden müssen, so Kommandant Jürgen Rauer. Im Wegfall der Kameradschaftspflege haben er und seine Kollegen die Gefahr gesehen, dass ein Teil der Mannschaft hätte wegbrechen können. Das sei erfreulicherweise nicht eingetreten. Die Abteilung Wallburg hat erhalten werden können, so Harald Siefert für seine Mannschaft. Seit März 2020 führt Florian Bühler die Abteilung Münchweier. Die Zusammenarbeit im Ausrückebereich Ost funktioniert nach seinen Worten bei größeren Ereignissen gut. Stefan Burg berichtete vom einstimmigen Beschluss der Abteilung Altdorf mit der Kernstadt und der Wasserwacht, in ein gemeinsames Rettungszentrum in den Radackern zu ziehen. Christian Krieg, als Ausbildungsobmann zuständig für die digitale Feuerwehrausbildung, hat zusammen mit Gerd Dietrich ein hybrides Ausbildungskonzept erarbeitet und umgesetzt, das Schichtarbeitern und Familienvätern den erleichterten Erwerb von Theorie ermöglicht. Softwaretools und Kleingruppen ermöglichen eine individuellere Ausbildung. Bei der Jugendfeuerwehr, so Sebastian Kirnberger, mussten alle geplanten Aktionen abgesagt werden. Jugendfeuerwehrwart ist seit Ende 2021 Lukas Henninger. Die Jugendarbeit zeigt weiterhin Früchte mit aktuell 81 Mitgliedern. 145 aktive Feuerwehrleute weist die Wehr insgesamt auf. 186 Einsätze hat es laut Kommandant Rauer in den Jahren 2020 und 2021 gegeben, darunter auch einige kostenintensive und letztlich unnötige Bagatellnotrufe. Aus seiner Sicht sollte man den Anrufern in diesen Fällen die Einsatzkosten in Rechnung stellen dürfen. Der Fuhrpark konnte dank einer Spende der Fa. Bracchi und der Förderung durch das Regierungspräsidium erneuert werden. Mit der Anschaffung einer neuen Dienstuniform ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.   

Ausblick:
Die Fertigstellung des Rettungszentrums erwartet die Feuerwehr für das Jahresende 2022, „der zeitliche und finanzielle Rahmen passt“, so Rauer. Ähnlich terminieren will das auch Bürgermeister Bruno Metz. Große Bedeutung wird die Förderung der Kameradschaft nach den Einschränkungen wieder bekommen. Im Oktober soll die Heißausbildung in Ettenheim fortgesetzt und ein weiteres Fahrzeug, GW-Logistik, beschafft werden. Auch besteht die Notwendigkeit zur baldigen Gründung eines Fördervereins für die Feuerwehr, so Rauer in seinem Fazit.

Ehrungen des Landes Baden-Württemberg für langjährigen, pflichtgetreuen Einsatz:

Für 15 Jahre: Florian Rauer, Timo Bisser, Jens Bauer, Stefan Kiss, Florian Wangler, Florian Ruf

Für 25 Jahre: Jan Ohnemus, Stephan Hezel  (Ehrenzeichen in Silber)

Für 40 Jahre: Jürgen Rauer, Georg Obert, Harald Siefert ( Ehrenzeichen in Gold )

Ehrenzeichen in Gold (besondere Ausführung):  Helmut Krieg. Er ist seit 50 Jahren aktiv in der Feuerwehr Ettenheim.

Text und Foto: Bertold Obergföll