Eva Bähker ist als neue Leiterin der Grundschule ins Amt eingeführt

15. Februar 2021

Corona-bedingt fand die Amtseinführung von Eva Bähker, der neuen Leiterin der Grundschule Altdorf, in kleinem Rahmen statt. Bähker sieht sich in ihrer Funktion als Spielertrainerin und nicht als Kapitänin.

Vom Schulamt in Offenburg waren Barbara Kempf, für den Schulträger – die Stadt Ettenheim – Bürgermeister Bruno Metz, Ortsvorsteher Andreas Kremer sowie Vertreter der Presse anwesend. Sie bedaure, dass viele wichtige Menschen fehlten, sei es von der Schulgemeinschaft, aus der Verwaltung oder vom Kollegium oder Schüler und Betreuungskräfte, sagte Bähker. Auch ihre Familie und Menschen, die sie auf ihrem bisherigen Lebensweg begleitet haben, könnten nicht teilnehmen.

"Führen ist eine Kunst, die viel verlangt", stellte Schulrätin Kempf fest. Der neuen Generation Bildung und Erziehung vermitteln zu dürfen, bedeute große Verantwortung, bereite aber auch Vergnügen, "weil man sozusagen jeden Tag Zukunftslust schnuppert." Für die vielfältigen Anforderungen an eine Schulleiterin sah die Vertreterin des Schulamtes bei Eva Bähker die besten Voraussetzungen. Als Kind sei sie, bedingt durch den Beruf des Vaters, schon in der Welt herumgekommen. Das Studium der Humanmedizin, anschließend der Pädagogik, Studienabschlüsse mit Auszeichnungen, Unterrichtserfahrung in verschiedenen Schulformen sowohl an städtischen als auch ländlichen Dienstorten, hätten Bähker Erfahrung und Systemwissen gebracht.

Vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen

Hilfreich für die neue Herausforderung sei auch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Sozialarbeit und Erlebnispädagogik. In Bähkers Vita werde deutlich, dass sie ein Herz für Menschen habe, die nicht die besten Startbedingungen haben. Auch bringe sie Erfahrungen in der Schulverwaltung mit, beim Regierungspräsidium beispielsweise. Hohe Kompetenz weise sie zudem im Bereich der Digitalisierung auf. "Wir freuen uns, mit Ihnen eine hochkompetente und erfahrene Pädagogin als Schulleiterin in Altdorf zu haben."

Die berufliche, persönliche und sozial-ehrenamtliche Erfahrung von Eva Bähker sei "eine phänomenale Basis für dieses Amt", so Bürgermeister Metz. Er habe bisher schon den Eindruck gewinnen dürfen, dass Stadt und Schulleiterin "an einem Strang ziehen".

Wie zuvor Kempf würdigten auch Metz und Kremer die bemerkenswerten Leistungen von Monika Winterhalder, die in einer "ganz besonderen Situation" – gemeint waren der Schulumbau und die Pandemie – mit großem Verantwortungsbewusstsein und Bravour die Schule kommissarisch geleitet habe.

Ihr Verständnis von Führung bekundete Eva Bähker dahingehend, dass sie sich als Spielertrainerin sehe, nicht als die Kapitänin, eine Rolle, die man einer Führungsposition oft zuschreibe. Die Spielertrainerin sei Teil der Mannschaft, nehme am Spiel teil, mache nicht nur taktische Vorgaben, sondern spiele bei deren Umsetzung eine aktive Rolle, so Bähker. Sie könne sich temporär auch einmal auswechseln, die Dinge von außen beobachten, wichtige Aufgaben an andere delegieren.

Die Schüler sollen gerne in die Schule kommen

Motivieren, motiviert vorangehen, Impulse setzen – beispielsweise für eine unaufgeregte, in die Pädagogik eingebettete Digitalisierung –, das sei ihr Führungsverständnis. Gerade bei einer kleinen Schule sei es wichtig, dass alle Beteiligten mitgenommen werden, eingebunden sind, sich mit den Projekten identifizieren. Schüler sollten gerne in die Schule kommen, Lehrkräfte dem nächsten Tag gerne entgegensehen, Eltern zur Schule Vertrauen haben.

Es freue sie, dass die Grundschule Altdorf dank des Schulträgers mit Abschluss der Schulrenovierung und der Realisierung des Medienentwicklungsplans fortan über digitale Möglichkeiten verfüge, die den Bildungsplan auch in Sachen Medienbildung mehr als erfülle. "Ich bin stolz, Teil der Schulfamilie in Altdorf sein zu dürfen", so Eva Bähker, die Bürgermeister Metz mit einem Blumenstrauß und Ortsvorsteher Kremer mit einem närrischen Tropfen willkommen hießen.

Text: Klaus Schade
Fotos: Sandra Decoux-Kone