Ettenheim startet in die Schwimmbadsaison - Neues Klettergerüst für den Kleinkinderbereich

12. Mai 2022

24 Grad Celsius Luft- und 16,8 Grad Wassertemperatur am Dienstag: Die Zeichen für einen erfolgreichen Start in die neue Freibad-Saison stehen in Ettenheim gut – zumal die Temperaturen bis zur Eröffnung am 21. Mai weiter steigen sollen.

Die Corona-Einschränkungen der beiden Vorjahre hätten allen Beteiligten weh getan. Dennoch, so erklärte Bürgermeister Bruno Metz, habe der Betrieb unter den vorgeschriebenen Bedingungen relativ gut funktioniert – dank des kompletten Schwimmbad-Teams. Zu dem gehören natürlich zuoberst die beiden Schwimmmeister Edgar Koslowski und Emanuele Palladino. Letzterer hat kürzlich bei den Bundeswehr-Kampfschwimmern seine Ausbildungsberechtigung für Rettungsschwimmer erworben. Diese werden nämlich für die Sicherheit im Ettenheimer Freibad gesucht.

Über den Winter sind die Außenanlagen, darunter etwa Minigolfplatz und Kinderbecken, routinemäßig »aufgehübscht« worden. Letzteres hatte der rührige Schwimmbadverein schon 2021 mit einem Sonnensegel versehen lassen, nun hat er auch noch für neue Tischtennisbälle und -schläger gesorgt.

Die wirkliche Neuerung gibt es aber im Kleinkinderbereich: Eine komplett neue Spiel- und Kletteranlage wartet dort nun auf rege Benutzung. Die hatte der Förderverein mit knapp 15 000 Euro finanziert. Unter den Hauptsponsoren fanden sich abermals die Sparkasse und Volksbank. Denen dankte die Vereinsvorsitzende Elisabeth Winkler, ebenso wie vielen weiteren Unterstützern.

Franz-Josef Allgeier hatte für die neue Kletterlandschaft über seine Altdorfer Firma schwer zu beschaffendes, heimisches und langlebiges Robinienholz besorgt und kreativ verbaut. Der städtische Bauhof hatte zuvor zudem den Kleinkindbereich zügig ausgebaut und mit Strand-Sand aufgefüllt.

Auch die stets gepflegten Grünanlagen sind von den Gärtnern sommertauglich gemacht worden. Die Bananenstauden sprießen in die Höhe, Hunderte einst vom früheren Schwimmmeister Max Peter Friedrich angelegte Rosen haben Knospen.

Abermals wird Kiosk-Betreiber Klaus Männer auch in dieser Saison für das leibliche Wohlbefinden der Badegäste sorgen. Wie alle im Team hofft auch er auf eine schöne Bade-Saison ohne Regen- oder neue Corona-Einschränkungen. »Seine internationalen Gäste hatten stets gerne das nahe Freizeitbad mit genutzt – sofern es die Pandemie denn zu ließ«, berichtete auch Daniel Kuhnes, Chef des benachbarten Campingplatzes.

Bürgermeister Metz reut es samt Gemeinderat nicht, jährlich im Schnitt rund 500 000 Euro für das Schwimmbad auszugeben, bei »nur« 100 000 Euro Einnahmen. Das Geld habe immerhin, betonte Schwimmmeister Koslowski betonte, einen touristischen und gesundheitlichen Mehrwert.

Text: Lahrer Zeitung Michael Masson
Foto: Sandra Decoux