Ettenheim ist offiziell Barockstadt

21. September 2022

Ab dem 1. Oktober darf sich die Stadt Ettenheim nun offiziell „Barockstadt Ettenheim“ nennen. Als einzige Kommune im Ortenaukreis erhält sie gemeinsam mit 19 weiteren Städten aus Baden-Württemberg zum 1. Oktober eine Zusatzbezeichnung. Bürgermeisterstellvertreterin Ulrike Schmidt nahm gemeinsam mit Gemeinderat Thomas Dees und Hauptamtsleiterin Julia Zehnle die Urkunde von Innen- und Kommunalminister Thomas Strobl vergangenen Montag in Stuttgart entgegen. Thomas Dees (FW) hatte im Gemeinderat den Antrag auf die Zusatzbezeichnung „Barockstadt“ gestellt, der mit der erforderlichen Mehrheit von 21 Stimmen im Juni dafür gestimmt hatte.

„Ettenheim stellt mit der Bezeichnung die barocke Bausubstanz heraus, die an vielen Stellen in der gesamten Kernstadt und darüber hinaus erhalten ist. Zahlreiche Gebäude wie zum Beispiel die beiden Stadttore, die Bartholomäus- und die Spitalkirche sowie das Rathaus bürgen für den Charakter des Barock als maßgebliche Kulturepoche der Stadtentfaltung“, gratulierte Minister Thomas Strobl am Montag der Stadt, ihren Bürgern sowie Rathauschef Bruno Metz. Dieser freut sich sehr darüber, dass das Ministerium dem Antrag des Gemeinderats gefolgt war. "Der Zusatz Barockstadt passt sehr gut zu Ettenheim und wird zusätzliche positive Aufmerksamkeit auf die Stadt lenken", so der Rathauschef. "Die Bezeichnung nimmt Bezug auf die historischen Wurzeln und ein Stadtbild, das nicht alltäglich ist", betonte er. So sei das Ensemble im barocken Stil, das ausschlaggebend für die Zusatzbezeichnung war, vom Denkmalamt auch als solches anerkannt,“ ergänzte er.

„Mit Zusatzbezeichnungen stärken wir die Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl vor Ort, kurz: Wir stärken unsere Kommunen. Deshalb habe ich mich dafür stark gemacht, dass unsere Kommunen diese Möglichkeit durch eine Gesetzesänderung bekommen", erklärt Strobl. Vor der Gesetzesänderung wurden im Wesentlichen lediglich die Bezeichnungen "Bad" und "Universitätsstadt" verliehen. Die Zusatzbezeichnungen enthalten eine charakterisierende Aussage über den Status, die Eigenart oder die Funktion einer Gemeinde oder eines Ortsteils in gegenwärtiger oder historischer Hinsicht.

Foto: Innenministerium Baden-Württemberg