Erfolgreiche Zwischenbilanz für das Interkommunale E-Mobilitätskonzept

20. September 2021

Gemeinsam haben die Städte und Gemeinden Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Ringsheim und Rust als Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft (VVG) vor rund 3 Jahren ein interkommunales Elektromobilitätskonzept beschlossen und damit eine Vorreiterrolle in der Region eingenommen. Im Zuge dieses Konzeptes, das mit Unterstützung der Badenova erstellt worden ist, wurden in der Zwischenzeit zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität umgesetzt und so den Bürger*innen den Umstieg auf die E-Mobilität erleichtert. Dabei bot das Konzept den beteiligten Kommunen die Chance, Potenziale für E-Mobilität vor Ort aufzuzeigen und konkrete Maßnahmen zum Einstieg in die E-Mobilität zu entwickeln.

„Uns war es wichtig konkrete Maßnahmen anzustoßen und umzusetzen, um so aktiv den Wandel zum zukunftsorientierten Fortbewegungsmittel zu unterstützen,“ so die 5 Bürgermeister bei einem Treffen vor einigen Tagen.

Rund 85 Prozent der Ladevorgänge werden zu Hause oder am Arbeitsplatz getätigt. Deshalb war es allen beteiligten Bürgermeistern ein großes Anliegen, den Bau privater Ladestationen zu unterstützen und zu fördern. Im Rahmen eines Förderprogrammes wurden so beispielsweise in Ettenheim 35 private Wallboxen mit über 15.000 Euro gefördert. In Mahlberg wurde die Errichtung von 16 Wallboxen finanziell unterstützt und in Ringsheim wurden 3 Wallboxen von Privat errichtet. In Rust wurden im vergangenen Jahr ebenfalls 3 private Wallboxen im Zuge eines Förderprogrammes der Gemeinde gefördert. Auch weiterhin kann in Mahlberg und Ettenheim eine Förderung in Höhe von bis zu 500 Euro beantragt werden, wenn eine Wallbox von max. 22 kW installiert wird.

Auch die Kommunen selbst sind als gutes Beispiel vorangegangen. So hat die Stadt Ettenheim für den Außendienst ein E-Auto angeschafft sowie ein Lasten-E-Bike für das Städtische Gymnasium. Der Zuschuss für weitere Lasten-E-Bikes wurde beantragt. In Mahlberg sind 2 E-Autos der Stadt im Einsatz, außerdem wurde ein E-Bike sowie ein Lasten-E-Bike für die Verwaltungsmitarbeiter bzw. den Hausmeister angeschafft. In Rust wurden 2 E-Autos für die Verwaltung, 2 E-Autos für den Bauhof und ein Lasten-E-Bike für den Kindergarten erworben.

Neben konkreten Maßnahmen stand auch die Bürgersensibilisierung durch regelmäßige Informationen und Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund, damit die Fragen der Bürger*innen beantwortet und E-Mobilität als eine echte Alternative zu den Verbrennern wahrnehmen. Mit Faltblättern, regelmäßigen Presseartikeln und Informationen auf der Homepage zu Fördermöglichkeiten wurden wesentliche Informationen und Fakten vermittelt. Hierzu gehörte auch die persönliche Beratung z.B. von Bauherren, wie sie ihr Gebäude „fit für E-Mobilität“ machen können oder was beachtet werden muss, wenn man privat eine Ladestation installieren möchte.

Öffentliche Ladesäulen wurden im Rahmen des Konzeptes in Kappel-Grafenhausen gegenüber dem Rathaus errichtet, in Mahlberg ebenfalls gegenüber dem Rathaus, in Ringsheim wurden am Rasthof 2 Schnellladensäulen in Betrieb genommen und eine weitere Ladesäule ist am Bahnhof in Planung und in Rust sind ebenfalls 2 Ladesäulen in Betrieb. In Ettenheim befindet sich eine öffentliche Ladesäule am Prinzengarten im Bau.

Die Einbindung von Akteuren in der Region, die das Thema Elektromobilität voran bringen wollen, war ein zentrales Anliegen aller Beteiligten. In Ettenheim war und ist die Bürgerenergiegenossenschaft ein wichtiger Partner in Sachen Förderung von erneuerbarer Energien – auch wenn es um das Thema Carsharing geht. Seit April 2019 wird CarSharing in Ettenheim angeboten und hat ein Renault-Zoe als E-Auto in seiner Flotte. Weitere Fahrzeuge sind geplant.

Auch künftig will die Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft in Sachen E-Mobilität neue Projekte voranbringen, noch mehr Bürger*innen für das Thema sensibilisieren und für den Umstieg werben.