Benfelder und Ettenheimer feiern Jubiläum mit Friedensfeier

15. November 2022

50 + 2 Jahre besteht die Städtepartnerschaft zwischen Benfeld und Ettenheim. Nachdem die geplanten Jubiläumsfeiern wegen der Pandemie ausfielen wurde nun am Wochenende in Benfeld gemeinsam die Friedensfeier begangen, an das Städtepartnerschaftsjubiläum erinnert und neue Projekte ins Auge gefasst.

 

Die Begegnung begann mit einem Austausch zu verwaltungsorganisatorischen Fragen. 2017 schlossen sich im Bereich Erstein und Benfeld elf Kommunen zu einer kommunalen Gemeinschaft zusammen, die 48.000 Einwohner umfasst. In Benfeld entstand das gemeinsame zentrale Verwaltungsgebäude, in dem die Pflichtaufgaben wie etwa ökonomische Entwicklung, Abfallbeseitigung und einiges mehr für alle erledigt werden. Daneben gibt es optionale und fakultative Aufgaben. Aus einer Liste müssen die teilnehmenden Kommunen mindestens jeweils zwei wählen. So werden zum Beispiel Aufgaben im Umweltschutz, in der Kinderbetreuung, aber auch Sportstätten und Mediatheken gemeinsam entwickelt. Teilweise sind die kommunalen Verwaltungen ganz oder teilweise in der neuen, nun fünf Jahre bestehenden, Organisation aufgegangen.

Am späten Samstagnachmittag trafen dann die Delegationen aus Ettenheim, zu denen neben Gemeinderäten auch Feuerwehrangehörige gehörten, mit den Benfelder Kolleginnen und Kollegen am Denkmal für die Gefallenen der Kriege zusammen. Anstatt einer Gedenkfeier aus Anlass des Endes des ersten Weltkrieges organisierten die Benfelder eine Friedensfeier, bei der die beiden Bürgermeister Jacky Wolfarth und Bruno Metz jeweils sprachen. Die beiden Bürgermeister lobten das europäische Einigungswerk, das vor allem durch die Motoren Deutschland und Frankreich Fahrt aufgenommen hat. Die Städtepartnerschaften seien wichtige Schritte zur Völkerverständigung. Gerade die aktuelle Weltlage zeige, wie bedeutend das Zusammenwachsen und Zusammenstehen Europas ist.

Aus Anlass des Jubiläums vereinbarten beide Kommunen, ein Entwicklungsprojekt in Togo (Westafrika) als Zeichen der Solidarität in der Einen Welt zu unterstützen. Mit einem Brunnen soll in einem Dorf, ca. 120 km von der togolesischen Hauptstadt Lomé entfernt, die Trinkwasserversorgung deutlich verbessert und mit Solarpanels Strom produziert werden.

Mit dabei waren auch zwei Pioniere der Städtepartnerschaft: Kurt Bildstein aus Ettenheim und Robert Muggensturm aus Benfeld, die beide beim Zustandekommen der Städtepartnerschaft 1970 den Gemeinderäten der jeweiligen Städte angehörten.

Foto: Stadt Ettenheim