Beim Ettenheimer Impfstützpunkt gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft

20. Dezember 2021

17 freiwillige Helferinnen und Helfer sorgen beim Ettenheimer Impfstützpunkt für einen reibungslosen Ablauf. Es sind oft kleine Vorarbeiten, die den Ärzten und Impfwilligen einiges an Zeit sparen.

Gut 3.500 Impfungen in den ersten beiden Wochen sind ein Beweis, dass der Impfstützpunkt am Ettenheimer Klinikum gut angenommen wird. Neben den Ärztinnen und Ärzten sind es zahlreiche Freiwillige, die sich mit viel Engagement einbringen.

Heike Schillinger, die seitens der Stadtverwaltung die ins Leben gerufene Impfaktion mit organisiert, ist "einfach nur begeistert." Das gilt neben dem Erfolg der Impfaktion selbst auch für die Hilfsbereitschaft der Helferinnen und Helfer aus der Gesamtstadt und den Nachbarkommunen. 17 Freiwillige, dazu die Verwaltungspraktikanten Juliane Herr und Guido Edelmann sowie Azubi Lars Beck aus der Verwaltung, bringen sich in eine möglichst zügige Abwicklung des Impfvorgangs ein. Bewährt hat sich angesichts der teilweise langen Warteschlangen vor anderen Impfangeboten die Ausgabe von Terminzetteln, von denen die Impfwilligen ablesen können, wann sie dran sind. "Lieber noch einmal heimgehen und zur genannten Uhrzeit wiederkommen" – das hört man immer wieder, wenn man sich vor dem Eingang zum Impfzentrum postiert.

Die Ausgabe der Impfzeitenzettel gehört zum Beispiel zum Aufgabenbereich der Helfer. Die Überprüfung der Anamnese-Bögen, das Aufschlagen des Impfbuchs auf der Seite, auf der vorangehende Corona-Impfungen vermerkt sind – all diese Vorarbeiten ersparen den Ärzten aufwändiges Suchen und den Impfwilligen unnötige Wartezeiten.

Ihre Motivation für dieses meist spontane Engagement ist im Grunde bei allen Helferinnen und Helfern dasselbe. Für Holger Obergföll aus Orschweier, der sich mit seiner Frau Sylvia spontan zur Mithilfe bereit erklärt hat, war sofort klar, sich einzubringen. "Mit gutem Beispiel vorangehen", so der 49-Jährige.

Harald Kunz aus Altdorf ließ sich von der Hilfsbereitschaft seines Sohnes Yannis anstecken. Der 13-Jährige war über die Jugendfeuerwehr auf die Aktion aufmerksam geworden. Weil er aber dafür eigentlich noch zu jung ist, ging sein Vater mit ihm und verrichtet den Helferdienst nun mit seinem Sohn zusammen. Schon fünfmal etwa viereinhalb Stunden Dienst haben die beiden geleistet und ihre Unterstützung auch für die erste Woche im neuen Jahr zugesagt. "Zu sehen, wie die Menschen, die zum Impfen kommen, zufrieden sind, da macht der Helferdienst einfach Spaß", sagt Harald Kunz auch im Namen seines Sohns.

Auch für Helmut Krieg stand sein Einsatz, als er vom Seniorenrat angesprochen wurde, sofort außer Frage. "Mein langjähriges Engagement bei der Feuerwehr zeugt ja von meiner sozialen Ader", so der 69-Jährige, der zwei Helferschichten à viereinhalb Stunden hinter sich, zwei weitere schon absehbar vor sich hat.

Zum Teil verfügen die Helferinnen und Helfer über Erfahrungen aus den Impfzentren in Lahr und Offenburg. "Natürlich lag für den Vorsitzenden des Seniorenrats, für meinen Mann Karl, nahe, mich nach meiner Bereitschaft auch in Ettenheim zu fragen", so Lucia Stiegeler. "Als ehemalige Verwaltungsangestellte sind mir derlei Tätigkeiten ja vertraut", so Stiegeler, die demnächst auch wieder im Kreisimpfzentrum in Lahr im Einsatz ist.

Auf dieselben Erfahrungen verweist eine weitere Helferin, die namentlich nicht genannt werden möchte. "Die Ärzte, die sich in diese Impfaktionen einbringen, haben ein so großes Herz, da war es für mich ebenso selbstverständlich einzuspringen wie unlängst bei der Impfaktion beim Martinimarkt."

"Zwölf Helfer stehen noch auf meiner Liste, die ihre Dienste angeboten haben und bisher noch nicht zum Einsatz kamen, " berichtet Heike Schillinger von der Stadtverwaltung. Sie kann also neben Rotem Kreuz, Seniorenrat, Feuerwehr und Wasserwacht weiterhin auf freiwillige Helferinnen und Helfer bauen, damit die Impfabläufe in der Robert-Koch-Straße zügig vonstattengehen.

Impfungen am Ettenheimer Klinikum sind möglich von Montag bis Freitag, 16 bis 20 Uhr, sowie samstags und sonntags von 8 bis 18 Uhr. Es ist keine Anmeldung im Vorfeld erforderlich. Der Impfstützpunkt ist vom 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember, 1. und 6. Januar geschlossen. Das Angebot richtet sich an Menschen ab zwölf Jahren. Es werden Erst-, Zweit- und Drittimpfung vorgenommen.

Weitere Informationen zum Ablauf unter http://www.ettenheim.de/ettenheim-impft

Text: Klaus Schade
Foto: Stadt Ettenheim