Bebauung der Badwiese ein wichtiger Beitrag zur Ortsentwicklung – Maria-Kiefel-Stiftung wehrt sich gegen falsche Behauptungen

31. März 2021

In der jüngsten Sitzung hat sich der Stiftungsrat der Maria-Kiefel-Stiftung einstimmig für die Beteiligung der Stiftung am Bauvorhaben Badwiese in Ettenheimmünster ausgesprochen. Dabei setzte sich der Stiftungsrat auch mit den Vorwürfen auseinander, die in den vergangenen Wochen federführend von zwei Einwohnern aus Ettenheimmünster erhoben worden sind.

„Der Vorwurf, eine Beteiligung der Stiftung an dem Bauvorhaben der Stadtbau Ettenheim in Ettenheimmünster würde dem Satzungszweck der Stiftung widersprechen, ist völlig sachfremd“, so das Ergebnis der Prüfung einer der zentralen Vorwürfe. Die Maria-Kiefel-Stiftung nutze die Möglichkeit, Teile des Stiftungsvermögens sinnvoll anzulegen, um einem schleichenden Substanzverlust des Stiftungskapitals entgegenzuwirken, wie es in der langanhaltenden Niedrigzinssituation sonst der Fall wäre. „Es geht hier nicht um eine Spende der Stiftung für einen guten Zweck, sondern um den Erhalt des Kapitals, um künftig weitere Projekte in Ettenheimmünster und im Tal fördern zu können. Daher sind Diskussionen darüber, ob eine solche Investition der Satzung entspreche, nicht zielführend.“ Es sei zwar nicht ungewöhnlich, dass direkte Nachbarn eines Bauplatzes mit einer geplanten Bebauung unzufrieden seien. Dass man aber in dem Bemühen das Nachbargrundstück als Brachfläche erhalten zu wollen so weit gehe, mit einer Serie von Unwahrheiten ein solches Projekt zu kritisieren und eine für den Ort aktive Stiftung zu attackieren, sei jedoch nicht hinnehmbar.

Der Stiftungsrat hat sich in der jüngsten Sitzung auch damit auseinandergesetzt, wie das Bauprojekt Badwiese, in das die Stiftung investieren will und somit gemeinsam mit der Stadtbau Ettenheim zu Bauherren und Eigentümern wird, angesichts der Einwände der beiden Hauptkritiker zu bewerten ist. Das von den Gegnern des Projekts bemühte Argument, dass die Wiese bislang unbebaut und damit als historische Fläche erhaltenswert sei, wurde ebenso wenig als sachgerecht eingestuft wie die Behauptungen auf einem Flugblatt, dass das Projekt an „alternativen Standorten“ besser im Ort realisierbar sei. „Wer mit einem historischen Bild argumentiert, bei dem außer der Kirche kaum Bebauung im Ort realisiert wurde, bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Wenn wir nur die Flächen bebaut lassen möchten, die damals schon bebaut waren, dann wären nahezu alle Wohnhäuser in Ettenheimmünster, allen voran die Anwesen der beiden Initiatoren, wieder zurückzubauen und wieder anteilig in Wiese zurück zu verwandeln. Historische Bilder taugen daher nicht als Blaupause für eine Ortsentwicklung und einen historisch begründeten Schutz einer Brachfläche kann man daraus sachlich nicht ableiten. Die tatsächlich historisch bedeutsamen Flächen im Ort, wie etwa der Klostergarten, stehen unter Denkmalschutz und bieten auch genug Raum für bürgerschaftliches Engagement zur Pflege, Nutzung und Weiterentwicklung des Geländes. Bei dem Bauvorhaben Badwiese hingegen haben wir es mit dem allgemein, im Sinne von Umweltschutz und Nachhaltigkeit anerkannten Prinzip »Innen- vor Außenentwicklung« zu tun. Das Grundstück wurde von der Stadt vor einigen Jahren extra für die Bauentwicklung erworben, damit man hier bei Bau und Belegung des Objekts als Stadt Einfluss nehmen kann. Das Bauvorhaben, das geförderte und nicht-geförderte Mietwohnungen gleichermaßen beinhaltet, ist ein zentraler Baustein für die Wohnbauentwicklung im Ort“, so Stiftungsratsvorsitzender Thomas Breyer-Mayländer. „Für uns ist es daher aus Sicht der Maria-Kiefel-Stiftung in doppeltem Sinne ein gutes Projekt, das wir einstimmig unterstützen. Es ist ein gutes und seriöses Investitionsobjekt mit dem Partner Stadtbau Ettenheim, um das Stiftungskapital für den Ort zu erhalten, und zudem ein Projekt, mit dem wir die Chancen für junge Familien und ältere Menschen für einen Verbleib im Dorf erhöhen, was sehr gut mit dem Zweck der Maria-Kiefel-Stiftung harmoniert. Eine Haltung nach dem Motto: »Es reicht, wenn ich selbst einen schönen Wohnraum im Ort habe, die anderen sollen schauen, wo sie bleiben« ist im Interesse von Ettenheimmünster nicht angemessen.“

Bei redaktionellen Fragen wenden Sie sich bitte an den Stiftungsratsvorsitzenden
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