Bauhof der Stadt Ettenheim beugt glatten Straßen im Stadtgebiet vor - Verwendung von umweltschonendem Feuchtsalz

21. Dezember 2016

Temperaturen um den Gefrierpunkt können Autofahrer ins Schleudern bringen. Rasch auftretende und unerwartete Reif- und Eisglätte machen die Fahrbahnen zum gefährlichen Pflaster und erhöhen das Unfallrisiko. Der Winterdienst  des Bauhofs Ettenheim versucht gegenzusteuern.

„Wir bemühen uns, das Wetter zu überholen“, sagt Bauhofleiter Markus Ohnemus. „Wir streuen bevor es auf den Straßen glatt wird und nicht wie früher danach“. Möglich wird die neue Form des Winterdienstes durch den Fortschritt der Technik. Detaillierte Wetterprognosen ermöglichen den Bauhofmitarbeitern Witterungsveränderungen präziser als früher vorherzusagen und entsprechend zu reagieren. Verwendet wird dabei nicht das klassische Streusalz, sondern ein Gemisch aus Salz und Wasser. Seit 2013 ist beim Ettenheimer Bauhof die Soleanlage in Betrieb, mit der Feuchtsalz hergestellt werden kann. Das Salz-Wasser-Gemisch wird vom Winterdienst auf die Fahrbahnen ausgebracht, noch bevor es eisig wird. Diese Methode ist deutlich effektiver. „Wir brauchen, je nach Wetterlage, 30 bis 70 Prozent weniger Salz“, erklärt Markus Ohnemus. Geschont wird dadurch die Umwelt und auch die Kosten sind niedriger. Das Feuchtsalz verhindert auch, dass das Salz durch den Fahrtwind verteilt wird oder in die Fugen gerät. Auch der Verband kommunaler Unternehmen hat die vorbeugende Behandlung der Straße mit Feuchtsalz empfohlen. Mittlerweile praktizieren viele Städte diese Methode und machen dabei gute Erfahrungen. Auch wenn dies manche Bürger mangels Hintergrundwissen irritiert.

Trotz Winterdienst und geräumten Straßen sind alle Verkehrsteilnehmer aufgefordert sich den winterlichen Straßenverkehrsverhältnissen anzupassen und sich entsprechend zu verhalten.