Appell an Hundehalter - Hundekot sorgt für Ärger bei Spaziergängern und Passanten

11. April 2019

Tretminen und eine wachsende Zahl von Vierbeinern sorgen bei vielen Passanten und Spaziergängern für Verärgerung. In den letzten Jahren ist die Anzahl an Hunden im Stadtgebiet um 37 Prozent gestiegen: 2005 waren 534 Hunde gemeldet, im Jahr 2015 650 Vierbeiner und Anfang dieses Jahres wurden 728 Hunde bei der Stadt als hundesteuerpflichtig geführt.

Immer wieder beschweren sich Ettenheimer Bürgerinnen und Bürger beim Ordnungsamt über Hundekot auf öffentlichen Gehwegen und Grünflächen. Aber auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist Hundekot ein großes Ärgernis. Da die Beschwerden in den letzten Wochen zugenommen haben, weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass jeder Hundehalter dazu verpflichtet ist, die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners zu beseitigen. Hierzu wurden eine Vielzahl an Beutelspendern und Abfallbehältern aufgestellt. Außerdem sind im Bürgerbüro Hundekotbeutel kostenlos erhältlich.

In § 11 der Polizeiverordnung der Stadt Ettenheim ist geregelt, dass die Notdurft der Vierbeiner nicht auf öffentlichen Straßen, Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder auf fremden Grundstücken verrichtet werden darf. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist unverzüglich zu beseitigen. Nach § 2 Straßengesetz Baden-Württemberg sind öffentliche Straßen alle Straßen, Plätze, Wege, die gewidmet sind und zum Gemeingebrauch für jedermann zur Verfügung stehen. Hierzu zählen auch Untergrund, Unterbau, Belag, Dämme, Gräben, Entwässerungskanäle, Böschungen, Stützmauern, Durchlässe, Lärmschutzanlagen, Brücken und Tunnel. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift der Polizeiverordnung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße zwischen

 5 Euro und 5.000 Euro geahndet werden kann.

Besonders betroffen von den Verunreinigungen sind die Spielplätze, insbesondere der Spielplatz im Erlenwäldele. Über das Problem der Verunreinigung hinaus kann Hundekot ein gefährlicher Krankheitsüberträger sein. Es ist nicht auszuschließen, dass Hundekot infektionsfähige Entwicklungsstadien von Parasiten (z.B. Hundespulwurm, Hundebandwurm) enthält. Im Boden und Sand können diese sehr lange überdauern und infektionsfähig bleiben. Kinder können auf Spielplätzen, in Sandkästen oder auf öffentlichen Grünflächen mit dem Hundekot in Berührung kommen und sich so mit gefährlichen Krankheitserregern infizieren. Auch im Außenbereich z.B. an Viehweiden ist Hundekot ein hygienisches Problem. Denn Kot im Futter für Tiere das will keiner. Daneben besteht auch die Gefahr, dass Kühe - aber auch andere Tiere wie Pferde, Schafe oder Ziegen - sich mit Parasiten infizieren, wenn sie Hundekot fressen.

Deshalb sollten Hundehalter im eigenen Interesse und im Interesse der Mitbürger die Hinterlassenschaften ihres Lieblings entsorgen.

Das Ordnungsamt wird verstärkt Hinweisen auf uneinsichtige Hundehalter nachgehen und Verstöße gegen §11 Polizeiverordnung mit einer Geldbuße ahnden. Hinweise auf Hundebesitzer werden vertraulich behandelt und können beim Ordnungsamt der Stadt Ettenheim unter Tel. 07822 432-120 oder 432-211 gemeldet werden.