Abschied nehmen von acht engagierten Bürgervertretern

26. Juni 2019

Bruno Metz würdigte das Engagement der ausscheidenden Gemeinderäte.

Abschied nehmen von acht bisherigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten hieß es in der letzten Sitzung des bisherigen Gremiums. Bürgermeister Bruno Metz verlagerte diesen Abschied vom Sitzungszimmer im Palais Rohan in den historischen Bürgersaal im Rathaus und lud dazu auch die Partnerinnen und Partner sowie die neu gewählten Räte ein. Die Verwaltung wartete mit stilvollem Ambiente und einem kleinen Büfett auf.

Die Bilanz, die Metz zu den zurückliegenden fünf Jahren der Gemeinderatsarbeit sehr detailliert erstellt hatte, „kann sich sehen lassen“, so der Rathauschef. Das sei das Verdienst aller Gemeinderäte der nunmehr endenden Amtszeit. „Sie alle haben das Wohl dieser Stadt in diesen fünf Jahren gefördert“, so Metz, der das Feld der bearbeiteten Themen unter den Aspekten externe Einflüsse, Entwicklungsarbeit, Infrastruktur und eigene Themen von A bis Z aufgelistet hatte. Hierbei nannte er beispielhaft 19 Bebauungspläne, die Altstadtsanierung, den Blick auf die Innenstadt, die Unterbringung von Flüchtlingen, die Wirtschaftsförderung, den Hochwasserschutz, die Wasserversorgung, die Entwicklung von Schulen und Kindergärten und die Erarbeitung verantwortungsbewusster städtischer Haushalte.

56 öffentliche Sitzungen mit 577 Tagesordnungspunkten, 57 nicht-öffentliche Sitzungen mit 348 Tagesordnungspunkte habe der Gemeinderat in den letzten fünf Jahren bewältigt. Bei all den naturgemäß unterschiedlichen Meinungen in einzelnen Punkten könne er jeder Gemeinderätin, jedem Gemeinderat bescheinigen: „Ihnen ging es immer ausschließlich um das Wohl unserer Stadt.“ Die Zusammenarbeit im Gremium sei jederzeit „sehr konstruktiv“ gewesen. Es sei nun eben ein Merkmal praktizierter Demokratie, dass bei einer Wahl nicht jeder Kandidat am Ende auch in das Amt gerufen werde, für das er sich zur Verfügung gestellt habe. Mit Blick auf jene, die an diesem Juni-Abend aus dem Gemeinderat zu verabschieden seien, falle auf, dass die meisten von ihnen gegenüber der Wahl vor fünf Jahren deutlich mehr Stimmen erhalten haben als fünf Jahre zuvor. Nicht zuletzt den Besonderheiten der Unechten Teilortswahl, an der Ettenheim bei der zurückliegenden Wahl noch einmal festgehalten habe – im Gegensatz zu den allermeisten Gemeinden im Land – sei dieses Kuriosum zuzuschreiben.

Es sei ihm ein Anliegen, so Metz, auch all den ausscheidenden Rätinnen und Räten den Dank der ganzen Bevölkerung für ihr großes, zeitintensives Engagement auszusprechen.

In persönlichen Worten, mit jeweiliger Nennung der individuellen Betätigungsfelder, verabschiedete Metz sodann unter dem Beifall der Anwesenden folgende Gemeinderätinnen und –räte:

Christiane Kurz, vor zwei Jahren für Michaela Schöffel in den Rat nachgerückte CDU-Rätin; Michael Born, ebenfalls CDU, der vor drei Jahre für Hans Boskamp nachgerückt war; Andrea Speck, SPD, die vor 5 Jahren in den Gemeinderat gewählt wurde; Michael Biehler, seit 10 Jahren Gemeinderat in der Fraktion der Freien Wähler; Philipp Hunn, seit 20 Jahren für die Freie Liste im Gemeinderat sowie Klaus Vögele, der seit 21 Jahre für die SPD im Gemeinderat aktiv war.

Respekt zollte Metz auch den Entscheidungen von Wolfgang Ohnemus (12 Jahre für die CDU im Gemeinderat) und Reinhard Meier (CDU, 13 Jahre im Gemeinderat), zur neuen Legislaturperiode nicht mehr anzutreten.

Dass etliche der ausscheidenden Gemeinderäte weiterhin in den Ortsteilen als Ortschaftsräte Verantwortung übernehmen und viele sicherlich auch ohne Mandat sich weiterhin zum Wohl der Bevölkerung einsetzen werden, erleichtere ihm diesen Abschied aus dem Gemeinderat, so Metz.

Text: Klaus Schade
Foto: Sandra Decoux-Kone