Tag des offenen Denkmals „Macht und Pracht“ - große Resonanz und viele Teilnehmer bei Ettenheimer Führungen

12. September 2017

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September stand in diesem Jahr unter dem Motto "Macht und Pracht“. Wie in den Vorjahren hat sich auch die Stadt Ettenheim mit Veranstaltungen an diesem Tag beteiligt.

Das Motto „Macht und Pracht“ bezog sich auf Denkmale, die weltliche und religiöse Machtverhältnisse abbilden, wie z.B. prächtige Schlösser, mächtige Kirchen, Patrizierhäuser mit aufwendigem Bauschmuck oder große historische Fabrikhallen. Der Tag des offenen Denkmals 2017 sollte dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen.

Gemeinsam mit der Tourist-Info Ettenheim hat die Untere Denkmalschutzbehörde Ettenheim am vergangenen Sonntag eine Stadtführung und zwei Kirchenführungen organisiert. Die Resonanz und das Interesse waren sehr groß.

Stadtführerin Petra Albert führte die Teilnehmer im Rahmen der Stadtführung zu den Adelshäusern, Stadtbauten und der Spitalkirche. Nach dem katastrophalen dreißigjährigen Krieg war Ettenheim als „Barockstadt“ wiedererstanden und wurde von den Fürstbischöfen von Straßburg – der hochadligen Familie der Rohan - regiert. Die Barockbauten, die kleinen Details und die Geschichte von Kardinal Rohan zeugen noch heute von der Macht und Pracht im 18. Jahrhundert.

Axel Baumann stellte die prächtige Ettenheimer Stadtkirche St. Bartholomäus vor. Dabei ging er insbesondere auf die Bau- und Bildergeschichte, Frömmigkeit und Dreieinigkeit ein.

St. Landelin in Ettenheimmünster zählt zu den schönsten Barockkirchen am Oberrhein und birgt wertvolle Kunstschätze, so eine der seltenen Orgeln von Johann Andreas Silbermann aus dem Jahre  1769. Werner Veith stellte die Kirche von Außen vor und lud zum gemeinsamen Einzug bei Barockmusik, gespielt auf der Silbermannorgel, ein. Kirchenmessner Günter Schwarz zeigte den vielen Gästen das Schmuckstück, die St. Landelinsbüste. Beim Lauschen der Klänge von Johann Sebastian Bach konnte die Kirche, die Silbermannbüste und die Bilder bewundert werden. Viele nutzten die Gelegenheit und besichtigten die Silbermannorgel auf der Empore.

Marina Betzle von der Tourist-Info bedankte sich zum Schluss bei allen Führern für die interessanten Einblicke.

Bilder: Ulrike Hiller und Stadt Ettenheim