Neujahrsempfang der Stadt Ettenheim - Bürgermeister Bruno Metz kündigt erneute Kandidatur an

9. Januar 2018

"Ja, ich möchte dieses Amt gerne weiter ausüben; mich weiter mit viel Leidenschaft und Können für diese Stadt engagieren." Bürgermeister Bruno Metz kündigte beim Neujahrsempfang an, für eine vierte Amtsperiode zu kandidieren.

Das Positive mit viel Freude, die Defizite als Aufgabe betrachten – dazu rief Metz am Dreikönigsabend auf. Der Blick auf die eigenen Lebensumstände zeige ein merkwürdiges Paradoxon auf: dass viele Menschen hierzulande im Wohlstand unzufriedener seien als Menschen in wirklich armen Ländern. Rückmeldungen aus Arbeitskreisen des bürgerschaftlichen Engagements von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die (auch) 2017 stattgefunden haben, teilweise neu gestartet wurden, seien indes erfreulich: "Es lebt sich sehr gut in Ettenheim".

Metz‘ Rückblick reichte über den Tellerrand der Lokalpolitik hinaus. Vielerorts herrschten Krieg und Machthaber "mit einem extremen Defizit an Anstand und Vertrauenswürdigkeit". Die Sonnenseite, der sich Badener, Deutsche, Mitteleuropäer erfreuen dürften, biete indes keine Garantie vor "Gier nach immer mehr", vor Hass und Beleidigung in sozialen Netzwerken, vor Verantwortungslosigkeit und persönlichen Schicksalen, bei denen Menschen durch das soziale Netz fallen. Dem allgemeinen Trend einer abnehmenden Beschäftigung mit komplexen Themen und eines schwindenden Allgemeinwissens setze man in Ettenheims Schulen mit einem Programm der Landeszentrale für politische Bildung bewusst etwas entgegen. In der Kommunalpolitik bilde die Förderung der Familien einen auch finanzrelevanten Schwerpunkt. Stichworte: Kindergärten und Schulen mit jährlich sieben Millionen Euro Kosten und einem Defizit von vier Millionen. Zur Familienförderung zähle sicherlich auch die Schaffung von Wohnraum, ob im höherwertigen oder im sozialen Segment.

Beim Blick auf weitere Schwerpunkte der kommunalen Entwicklung ließ Metz die "Fülle von divergierenden Interessen" nicht unerwähnt. "Nur mit Kompromissen" komme man da weiter, ob bei Energiekonzepten, bei Konzepten für die Innenstadt, im Spannungsfeld von Ökologie und Ökonomie.

Mit dem jüngst verabschiedeten Rekordhaushalt hätten die gewählten Mandatsträger Verantwortung für das Gemeinwesen übernommen.

Text: Klaus Schade, Lahrer Zeitung
Fotos: Sandra Decoux-Kone