Leitungen zum Erkundungsbrunnen West werden gelegt

4. Januar 2018

Die Firma KALA Erdbau aus Appenweier hat Ende Dezember auf Gemarkung Rust, Gewann Steinbrunnen, im Auftrag des Wasserversorgungsverbandes Südliche Ortenau mit der Leitungsverlegung zur Vorbereitung der Wasserentnahme aus dem künftigen Tiefbrunnen West begonnen.

Der Auftrag mit einem Volumen von knapp 500.000 Euro (492.581,16 Euro) wurde am 16.11.2017 nach öffentlicher Ausschreibung in der Verbandsversammlung des Wasserversorgungsverbandes vergeben. Das Landratsamt Ortenaukreis hat bereits im August dieses Jahres die Erlaubnis zur jetzigen Leitungsverlegung erteilt. Aufgrund naturschutzrechtlicher Bestimmungen dürfen diese Arbeiten nur in den Wintermonaten durchgeführt werden.

Im Auftrag für die Firma KALA Erdbau enthalten ist zum einen die Verlegung einer Wasserleitung vom Erkundungsbrunnen West zum bestehenden Tiefbrunnen Nordwest sowie einer Stromleitung in entgegengesetzter Richtung. Die Unterquerung der dort fließenden Elz erfolgt hierbei mittels Spülbohrung.

In einer Pressekonferenz am Mittwoch dieser Woche berichteten die Bürgermeister Pascal Weber, Ringsheim und Bruno Metz, Ettenheim sowie Kai Klare, Rust über die Arbeiten. Alle drei lobten die sehr konstruktive Atmosphäre und freuten sich, dass es nach 12 Jahren Vorbereitung nun mit einer ersten Baumaßnahme für die Verbesserung und Erweiterung der Trinkwasserversorgung der Südlichen Ortenau voran geht. Alle drei Rathäuser haben sich im Dezember in den dazu notwendigen Vorbereitungsarbeiten gegenseitig stark unterstützt.

Am 15. Januar wird eine Verbandsversammlung des Wasserversorgungsverbands Südliche Ortenau stattfinden. Hier soll Ringsheims neuer Bürgermeister, Pascal Weber, formal in die Funktion des Vorsitzenden gewählt werden. Daneben geht es um weitere Auftragsvergaben für Arbeiten im Zusammenhang mit dem 3. Tiefbrunnen, unter anderem um die Neuschaffung von Entwässerungsgräben zur Schaffung weiterer Wiesenwässerungsflächen, die als Ersatz für den 3. Tiefbrunnen notwendig werden.

Erst mit der Funktionstüchtigkeit der Ersatzflächen darf der 3. Brunnen tatsächlich genutzt werden. Die entsprechenden Rechtsverfahren laufen. Auf Grund der naturschutzrechtlichen Sensibilität des Gebiets dürfen die Arbeiten nur in den Wintermonaten ausgeführt werden. Mit den Genehmigungen für die Gesamtmaßnahme wird im zweiten Quartal dieses Jahres gerechnet. Rund 1,2 Mio. € wurden bisher in die Vorbereitung und Probebohrungen investiert.

Das Foto zeigt die Bürgermeister Pascal Weber, Bruno Metz und Kai Klare (von links) mit dem Plan zur Leitungsverlegung, die nun begonnen wurde. 

Foto: Adelbert Mutz