3. Runde der Bürgerwerkstatt

6. Dezember 2017

Es war die vorläufig letzte Ideenphase, zu der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerwerkstatt "Gestalte Deine Stadt" am Donnerstag im Bürgersaal getroffen haben. Die Phase des Sammelns und des Gedankenaustausches zur Gestaltung der Stadt durch die Bürger ist jetzt vorläufig abgeschlossen. "Sie sind am Ziel angelangt", erklärte der Kommunalberater Udo Wenzl, der auch dieses Mal moderierte und ein straffes Zeitmanagement vorgegeben hat.

"Völlig unspektakulär", so Wenzl weiter, verlaufe die Sache nun. Heike Schillinger von der Stadt Ettenheim wird die Ergebnisse des Workshops in den nächsten Tagen auf der Homepage der Stadt Ettenheim öffentlich machen. Es sind Verkehrsfragen und die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, die den Teilnehmern unter den Nägeln brannten. Auch die Fragen und Anregungen, wie die Innenstadt verkehrsberuhigt und dennoch lebendig gehalten werden kann. Mehr Grün soll in die Stadt und die Ortschaften sollen mit guter Nahversorgung attraktiv gemacht werden.

Zu den Herzensthemen gehören zweifellos alle Aspekte, die das Radfahren betreffen, von sicheren Radwegen über ein allgemeines Radwegekonzept bis hin zu den Abstellplätzen am Bahnhof Orschweier reichte die Palette der Themen, die die Infrastruktur für Radfahrer verbessern sollen. Die Wünsche sollen auch in den bereits bestehenden Arbeitskreis Mobilität eingebracht werden.

"Ihre Beiträge werden kein Wunschzettel unter dem Weihnachtsbaum sein und es wird nicht alles in Erfüllung gehen", betonte Wenzl. Zum Selbstverständnis der Bürgerwerkstatt gehöre, dass dieser Bürgerbeteiligungsprozess die Diskussion im Gemeinderat sachkundig und beratend begleite und mithin Grundlage für die demokratische Entscheidung im Gemeinderat werde. Beschlüsse würden aber ausschließlich im Gemeinderat fallen. Deshalb werden die Beiträge den Stadträtinnen und Stadträten am Dienstag, 30. Januar 2018, vorgestellt und begründet. Dies werde dann der erste Tagesordnungspunkt der Sitzung sein.

Heike Schillinger sicherte zu, künftig die jeweiligen Punkte der Beratungen mit dem Hinweis "aus der Bürgerwerkstatt" zu kennzeichnen. Alle Teilnehmer könnten die Sitzungsunterlagen eine Woche vor der Sitzung im Netz einsehen. Für diesen Termin riet Wenzl auch, die Anliegen den Stadträten "face to face", also persönlich vorzubringen. Das Gremium sei eingeladen, in der Form einer Gallery-Walk – also einer Präsentation an Schautafeln – sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Es sei ein "Lernprozess auf beiden Seiten", bei Wählerinnen und Wählern und bei den Gewählten.

Bei den Teilnehmern war Skepsis bezüglich der Umsetzung im Voraus zu vernehmen, seien doch zu diesem Zeitpunkt die Haushaltsberatungen längst abgeschlossen. Andererseits könne es auch Mut machen zu hören, dass bei den laufenden Etatberatungen 50 000 Euro für das Radwegekonzept bereit gestellt worden seien und auch Geld für Spielgeräte in den kommenden Haushalt eingestellt sei, so Wenzl.

Text: Bertold Obergföll, Badische Zeitung
Foto: Stadt Ettenheim